Symplicity
System für die renale Denervierung
4 mm RF Conductr (Multi-Curve) Ablationskatheter

Symplicity - System für die renale Denervierung

Das Verfahren

Die renale Denervierung ist eine neuartige, für die Behandlung des therapierefraktären Bluthochdrucks zugelassene Behandlungsform. Das Symplicity™ System für die renale Denervierung besteht aus einem Generator und einem flexiblen Katheter. Bei diesem minimalinvasiven Eingriff verwendet der Arzt einen steuerbaren Katheter mit einer für die Abgabe von RF-Energie vorgesehenen Elektrodenspitze. Dieser Katheter wird über einen Femoralarterienzugang in die jeweilige Nierenarterie eingeführt. Entlang beider Nierenarterien erfolgt eine Serie von zweiminütigen Ablationen, um die Nerven zu unterbrechen.

Diese Therapie wird beidseitig durchgeführt. Durch die Deaktivierung der renalen Nerven und die dadurch bewirkte Reduktion der Aktivität des sympathischen Nervensystems kann eine substanzielle und nachhaltige Reduktion des Blutdrucks erzielt werden.1,2

Quellen

  1. Symplicity HTN-1 Investigators, Krum H, Barman N, Schlaich M, et al. Hypertension. 2011;57:911-917.
  2. Symplicity HTN-2 Investigators, Esler MD, Krum H, Sobotka PA, et al. Lancet. 2010;376:1903-1909.

Patientenauswahl

Die sorgfältige Patientenauswahl ist für den Erfolg der renalen Denervierung (RDN) von entscheidender Bedeutung. Sie erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Hausarzt, Bluthochdruckspezialisten und Interventionalisten. Insbesondere Patienten mit erwiesenermaßen therapierefraktärem Bluthochdruck können für eine Behandlung mittels renaler Denervierung in Betracht gezogen werden. Lassen sich trotz Behandlung mit mindestens drei Antihypertensiva unterschiedlicher Klassen in voller toleranter Dosis (einschließlich eines Diuretikums) keine zufriedenstellenden Blutdruckwerte einstellen, sollte wie folgt verfahren werden:

  • Patienten-Pre-Screening (Voruntersuchung zur renalen Denervierung)
  • Zuweisung zum Hypertensiologen zur Feststellung über die Eignung für eine renale Denervierung
  • Zuweisung zum Anwender

Demnächst bieten wir an dieser Stelle ein Screening-Tool an, das Sie bei der Vorauswahl möglicher geeigneter Patienten für die renale Denervierung unterstützen kann.

Das System

Das Symplicity-RDN-System wurde speziell für die renale Denervierung durch Abgabe schwacher RF-Energie durch die Wand der Nierenarterie entwickelt.

Das Symplicity-System für die renale Denervierung besteht aus dem Symplicity-Katheter und dem Symplicity-Generator.

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Der Katheter

Der Symplicity-Katheter soll für die renale Denervierung mit hochfrequenten Funkwellen (RF) die Wand der Nierenarterie durchdringen. Der Katheter wird in einem interventionellen Eingriff neben dem neuronalen Zielbereich platziert. Anschließend wird RF-Energie durch den Katheter an die Ziel-Nerven abgegeben.

Der Symplicity-Katheter ist ein 6F-konformer Einwegkatheter, der in Verbindung mit einer standardmäßigen, dispersiven Elektrode verwendet wird. Die Platinelektrode (Katheterspitze) ist röntgenschattengebend und unterstützt so die Platzierung des Katheters unter fluoroskopischer Führung. Mit dem Griffhebel, der den abwinkelbaren Abschnitt steuert, lässt sich die Katheterspitze mühelos führen. Dieser Teil des Geräts unterstützt durch seine Bauart die Platzierung der Elektrode in der Arterie. Die flexible Spitze ist so gestaltet, dass sie für durchgehenden Wandkontakt sorgt. Außerdem lässt sich der Katheter festziehen. Damit hat der Benutzer die Möglichkeit, ihn einfach zu drehen und so verschiedene Stellen um das Gefäß herum zu behandeln. Mit dem integrierten Verlängerungskabel kann der Katheter an den Symplicity-Generator angeschlossen werden. Der Symplicity-Katheter darf nur in Kombination mit dem Symplicity-Generator verwendet werden.

Generator

Der Symplicity-Generator ist ein wesentlicher Bestandteil des Symplicity-Systems für die renale Denervierung. Er soll eine exakt kontrollierte RF-Behandlung mithilfe des Symplicity-Katheters ermöglichen. Der Generator sendet RF-Energie über einen dynamischen Algorithmus, der die Leistungsabgabe fortlaufend und unter Berücksichtigung der Impedanz- und Temperaturmessungen überwacht und korrigiert. So soll sichergestellt werden, dass die abgegebene Energie sicher und wirksam ist. Der Generator ist kompakt und leicht. Er wird über einen Freihand-Schalter aktiviert.

Video zur Renalen Denervierung (Englisch)

Letzte Aktualisierung: 26-09-2013

Weitere Informationen

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