ARRIVE
Geflochtene transseptale Schleuse

Indikationen und Warnhinweise

Indikationen

Die geflochtene transseptale Schleuse ARRIVE ist für die perkutane Einführung verschiedener Arten kardiovaskulärer Katheter in alle Herzkammern einschließlich des linken Vorhofes über transseptale Punktion indiziert.

Kontraindikationen

Für die geflochtene transseptale Schleuse ARRIVE sind unter anderem die folgenden Kontraindikationen zu beachten:

  • Bekanntes oder vermutetes Vorhofmyxom
  • Vorhergehendes intraatriales Septum-Patch oder vorhergehende Produktplatzierung Vorhergehende oder systemische Embolusbildung von der linken Herzseite

Warnungen und Vorsichtsmaßnahmen

  • Nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt – Diese Schleuse darf nur für eine Prozedur und nur bei einem einzelnen Patienten verwendet werden. Das Produkt nicht wiederverwenden, aufbereiten oder zum Zwecke der Wiederverwendung resterilisieren. Wiederverwendung, Wiederverarbeiten oder Resterilisation können die strukturelle Integrität des Geräts beinträchtigen und erhöhtes Risiko der Gerätekontaminierung und somit Verletzung, Erkrankung oder Tod des Patienten verursachen.
  • Überprüfen der Sterilverpackung – Die Sterilverpackung und die Schleuse vor der Verwendung überprüfen. Wenn die Sterilverpackung oder die Schleuse beschädigt ist, darf die Schleuse nicht verwendet werden. Wenden Sie sich an Medtronic.
  • Verfallsdatum – Sicherstellen, dass das Verfallsdatum des Produkts noch nicht abgelaufen ist. Das Produkt nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr verwenden.
  • Qualifikation des Anwenders – Dieses Produkt sollte nur von Ärzten verwendet werden, die mit perkutanen Prozeduren sehr gut vertraut sind.
  • Entsorgung von biologischem Gefahrgut – Alle gebrauchten Produkte und sterilen Komponenten den Vorschriften des Krankenhauses entsprechend entsorgen.
  • Schleusenplatzierung nur unter Durchleuchtung – Es wird nachdrücklich empfohlen, die Schleuse nur unter Durchleuchtung einzuführen und zu platzieren. Das Einführen der Schleuse ohne Durchleuchtungskontrolle kann zur Beschädigung von Herz- und Gefäßstrukturen führen. Ein etwaiger Einsatz des Katheters bei Schwangeren ist sorgfältig gegen die möglichen Risiken abzuwägen.
  • Andere Katheter, Geräte oder Drähte – Eine mögliche Verwicklung der Schleuse mit anderen Kathetern, Geräten oder Drähten vermeiden. Durch eine solche Verwicklung kann eine chirurgische Intervention notwendig werden.
  • Häufiges Aspirieren und Spülen – Die Schleuse häufig aspirieren und spülen, um die Gefahr embolischer Ereignisse infolge eines Lufteintritts oder die Bildung eines Blutgerinnsels innerhalb der Schleuse zu minimieren.

Handhabung der Schleuse

  • Beim Umgang mit der Schleuse und/oder dem Dilatator äußerst vorsichtig vorgehen. Durch mangelnde Sorgfalt kann es zu Verletzungen wie z. B. Perforationen oder Tamponaden kommen.
  • Beim Vorschieben oder Zurückziehen der Schleuse – besonders bei spürbarem Widerstand – keine übermäßige Kraft aufwenden.
  • Die Schleuse nicht verwenden, wenn sie geknickt oder beschädigt ist oder sich nicht mehr strecken lässt.
  • Die Schleuse darf zu keinem Zeitpunkt vorgeformt oder gebogen werden. Durch Biegen oder Knicken kann das Produkt beschädigt werden.
  • Hochfrequenz-Ablation – Wenn die Schleuse bei Hochfrequenz-Ablation verwendet wird, ist darauf zu achten, dass sich alle Ablationselemente außerhalb der Schleuse befinden. Rückentlüftung – Darauf achten, dass der 3-Wege-Hahn nach dem Spülen geschlossen wird, um eine Rückentlüftung zu vermeiden.
  • Katheter und Dilatator langsam entfernen – Produkte langsam aus der Schleuse entfernen. Durch schnelles Entfernen können die Ventilkomponenten beschädigt werden, so dass es zu einem Blutfluss durch das Ventil kommt und ein Vakuum entsteht, wodurch Luft in die Schleuse dringen kann.
  • Aspirieren des seitlichen Ports – Beim Zurückziehen des Katheters, der Sonde oder des Dilatators den seitlichen Port aspirieren, um Fibrinablagerungen zu entfernen, die sich eventuell in oder auf der Spitze der Schleuse angesammelt haben.
  • Infusion über den seitlichen Port – Vor der Durchführung von Infusionen durch den seitlichen Port und den Katheter muss das System vollständig entlüftet worden sein.
Letzte Aktualisierung: 02-04-2013
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