Arctic Front Advance
Ballon-Katheter für die kardiale Kryoablation
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Arctic Front Advance

Der Arctic Front Advance ist zur Behandlung von Vorhofflimmern indiziert. Der Arctic Front Advance bietet EvenCool Kryotechnologie und ist derzeit in Europa, in den USA sowie in vielen anderen Ländern zugelassen.

Überblick

Der Arctic Front Advance wird über den Achieve Mapping Katheter durch die Flex Cath Advance® steuerbare Schleuse in den linken Vorhof eingeführt, wo er inflatiert und an die Zielvene vorgeschoben werden kann. Die Form des Ballons erlaubt die einfache anatomische Platzierung entweder im Antrum oder im Ostium der Pulmonalvene. Lachgas wird über eine Injektionskanüle auf die innere Oberfläche des Ballons abgegeben. Während das Kühlmittel verdampft, absorbiert es die Hitze vom umliegenden Gewebe und wird in die Kryokonsole zurück gesaugt. Durch das innovative Ballondesign erfolgt die Ablation überall dort, wo der Ballon Gewebekontakt hat. Zwei Ballonschichten sorgen für erhöhte Sicherheit.

Der Arctic Front Advance ist in zwei Ballongrößen erhältlich.

  • Gleichmäßigere, distale Kühlung – Wurde entwickelt um kontinuierlichere Läsionen zu erzeugen und um ein breites Spektrum von Pulmonalvenen mit geringerem Aufwand zu behandeln.
  • Schaftmarkierungsringe – zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit
  • Unkomplizierte Prozedur – PVI mit einer einzigen transseptalen Punktion
  • Bewährte Effektivität des Arctic Front – 70% Effektivität nach einem Jahr1

Informationen zu klinischen Ergebnissen der Kryoablation

Quelle

  1. Andrade JG, Khairy P, Guerra PG, et al. Efficacy and safety of cryoballoon ablation for atrial fibrillation – a systematic review of published studies. Heart Rhythm. Published online March 30, 2011

Technische Daten

  • 2 Modelle – Arctic Front Advance 23 mm / Arctic Front Advance 28 mm
  • Durchmesser des inflatierten Ballons: 23 mm oder 28 mm
  • Außendurchmesser des Katheterschafts: 10,5 Fr
  • Gesamtlänge: 140 cm
  • Nutzlänge: 95 ± 2cm
  • Länge der distalen Spitze: 10 mm
  • Empfohlene Einführschleuse: FlexCath 12 Fr
  • Kompatibilität mit Führungsdrähten: 0,032“ – 0,035“
  • Biegung: Bidirektional 45º
  • Spitze und Schaft: Biokompatibles Copolymer (Pebax®) mit Bariumsulfatmischung (BaSO4)
  • Äußerer Ballon: Polyurethan

Was ist Kryoablation?

Kryokatheter ähneln hitzebasierten Kathetern im Aussehen und in der Handhabung, aber die Art der Gewebezerstörung unterscheidet sich. Kryokatheter entnehmen Wärme aus dem Gewebe, dadurch wird die Zellaktivität verlangsamt. Die entnommene Wärmemenge und die Geschwindigkeit, mit der die Wärmeentnahme abläuft, können kontrolliert werden. Dadurch wird entweder ein transienter (vorübergehender) oder ein permanenter (bleibender) elektrischer Effekt erzeugt.

Die Mechanismen der KryoTherapie laufen größtenteils auf zellulärer Ebene ab, Temperaturen unterhalb von 0°C bewirken extra- und intrazelluläre Eiskristallbildung. Die extrazelluläre fibröse Matrix, die aus wasserfreien Komponenten wie Elastin und Kollagen besteht, bleibt während der Eiskristallbildung intakt. Folglich kann die Kryoablation durchgeführt werden, ohne die Bindegewebsstrukturen des Herzens zu schädigen.

Sicherheit und Anwendbarkeit sind wichtige Faktoren bei der Behandlung von Arrhythmien mit KryoTherapie. KryoTherapie bietet dem Untersucher die Möglichkeit, mit der Erzeugung eines reversiblen elektrischen und thermischen Effekts potentielle Ablationsorte genau zu testen. KryoAdhäsion (Festfrieren der Katheterspitze am Gewebe) bietet größere Genauigkeit bei der Ablation. Kryoläsionen sind scharf umschrieben und heilen schneller. Das angrenzende Gewebe behält seine normale elektrische Funktion. Das Perforationsrisiko ist bei Kryoablation reduziert. Vorklinische Studien zeigen minimale Endothelschädigung (Endothel= Herzinnenwand) und minimale Thrombusformation.

Wie die Technologie funktioniert

Wärmeentzug

Um kryotherapeutische Temperaturen zu erzielen, wird dem Gewebe Wärme entzogen, es wird keine Kälte "injiziert". Die minimale Eisformation, die sich während der Kryotherapie um den distalen Ballonbereich herum bildet, taut sofort ab, wenn die Kryotherapie beendet wird - es besteht keine Gefahr, daß sich Eis löst und kleine Gefäße verschließt.

So funktioniert die Ablation mit dem Arctic Front Advance Kryoballon

Düsenanimation

Letzte Aktualisierung: 12-06-2014

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