Activa RC
Neurostimulator für die Tiefe Hirnstimulation
Activa RC DBS-Neurostimulator

Activa RC DBS-Neurostimulator zur Tiefen Hirnstimulation

Der Activa® RC Neurostimulator ist der erste wiederaufladbare Multi-Programm-Neurostimulator zur Abgabe von elektrischen Impulsen an eine oder zwei vierpolige DBS-Elektroden zur Tiefen Hirnstimulation.

Die "Angeleitete Programmierung" führt Sie Schritt für Schritt durch die Bestimmung der optimalen Stimulationsparameter. Fortschrittliche Programmierung bietet ungeahnte Möglichkeiten für die Lokalisierung und Feinabstimmung des Stimulationsfelds. Ein innovatives Patienten-Programmiergerät versetzt den Kliniker in die Lage, die Möglichkeiten zur Anpassung der Therapie für jeden Patienten individuell zu konfigurieren.

Das Activa RC System umfasst weitere Innovationen, die eine Anpassung der DBS-Therapie an die speziellen Bedürfnisse des jeweiligen Patienten ermöglichen.

Activa RC Modell 37612 – Technische Daten

 
Höhe 54 mm
Breite 54 mm
Tiefe
Gehäuse
Konnektor

9 mm
11 mm
Gewicht 40 g
Volumen 22 cm³
Batterielebensdauer 9 Jahre
Wiederaufladbar Ja
Amplitude 0 bis 10,5 V (Spannungsmodus)
0 bis 25,5 mA (Strommodus)
Frequenz 2 bis 250 Hz (Spannungsmodus)
30 bis 250 Hz (Strommodus)
Impulsdauer 60 bis 450 µs
Gruppen bis zu vier
Programme je Gruppe bis zu vier
Softstart™ AUS, EIN: Anstiegs-/Abfallzeit: 1, 2, 4 oder 8 s
Konnektortyp Achtpoliger Inline-Konnektor
Stimulationspolkonfiguration Bis zu vier Stimulationspole je Elektrode, definiert als Anode, Kathode oder Aus (inaktiv)
Gehäuse (Stimulationspolkonfiguration) Anode oder Aus (inaktiv)
Gehäuse (Material) Titan, Parylen
Implantationstiefe < 1 cm
 

Funktionsmerkmale

Wiederaufladbare Batterie

  • Batterielebensdauer: 9 Jahre
  • Neurostimulator wird mit dem Aufladegerät vom Patienten selbst geladen
  • Aufladung kann mobil, d.h. ohne Verbindung zum Stromnetz, erfolgen

Innovative Programmierung

  • Speicherung therapierelevanter Informationen im Neurostimulator
  • Angeleitete Schritt-für-Schritt-Programmierung zur systematischen Parameterbestimmung
  • Betrieb im Spannungs- oder Strommodus
  • Definition von bis zu zwei Stimulationsprogrammen je Hemisphere (Interleaving-Stimulation)
  • Definition von bis zu vier Therapiegruppen, z.B. für vertschiedene Aktivitäten des Patienten
  • Angeleitete Impedanzprüfung macht effizientes Trouble-Shooting möglich
  • Konsistente Informationen zum Leistungsverhalten der Batterie ermöglichen eine zuverlässige Restlebensdauerabschätzung und Austauschplanung 

Innovatives DBS-Patienten-Programmiergerät

  • Betrieb im einfachen Modus zur schnellen Kontrolle des Neurostimulatorzustand durch den Patienten
  • Betrieb im erweiterten Modus bietet darüberhinaus die Möglichkeit zur Auswahl und und Veränderung von duch den Arzt festgelegten therapeutischen Möglichkeiten

     

Informationen zu den Indikationen finden Sie unter den Therapieinformationen zur Tiefen Hirnstimulation.


Informationen zu Kontraindikationen, Warnhinweisen, Vorsichtsmaßnahmen, unerwünschten Ereignissen, Individualisierung der Behandlung, Patientenauswahl, Verwendung bei bestimmten Patientengruppen, Resterilisierung und Entsorgung der Komponenten entnehmen Sie der entsprechenden Broschüre Informationen für verordnende Ärzte.

 

Funktionsweise des Activa RC Systems

Bei dem Activa RC Neurostimulator handelt es sich um einen wiederaufladbaren implantierbaren Multi-Programm-Neurostimulator zur Abgabe von elektrischen Impulsen an eine oder zwei vierpolige DBS-Elektroden zur Tiefen Hirnstimulation.

Der Activa RC Neurostimulator enthält eine wiederaufladbare Batterie und Mikroelektronikschaltkreise, die kontrollierte elektrische Impulse an präzise lokalisierte Zielpunkte im Gehirn abgeben. Das Gerät wird typischerweise unterhalb der Clavicula eingesetzt und über Verlängerungen mit im Gehirn implantierten Elektroden verbunden.

Die Tiefe Hirnstimulation ist für die Behandlung der Symptome der folgenden Erkrankungen zugelassen:

  • Idiopathisches Parkinson-Syndrom (IPS)
  • Essentieller Tremor
  • Dystonie
  • Epilepsie
  • Zwangserkrankung
 

Automatische Speicherung von Patienteninformationen

Bereits bei der ersten Programmierung des Activa RC Neurostimulators werden Informationen zum Patienten, zum behandelnden Zentrum, zur Diagnose und den damit verbundenen Symptomen, zur Konfiguration und den Implantionsstellen sowie weitere als Freitext wählbare Informationen erfasst und im implantierten Neurostimulator gespeichert. 

Angeleitete Programmierung

Eine Menüsteuerung führt systematisch durch die initiale und die Nachsorge-Programmiersitzungen. Therapeutische Effekte und Nebenwirkungen können gespeichert werden. Die potenziell zu einer maximalen Lebensdauer des Geräts und einem optimalen therapeutischen Ansprechen führenden Parameter können in einem Bericht zusammengestellt werden.

 

Individuelle Anpassung der Therapieabgabe durch Gruppennutzung

Erstellen Sie bis zu vier unterschiedliche Therapiegruppen aus jeweils ein bis vier Programmen.Der Patient kann mithilfe des symbolgesteuerten DBS-Patienten-Programmiergeräts zwischen den Gruppen wechseln, um die wirksamsten Therapieeinstellungen auszuwählen.

 

Exakte Anpassung des Stimulationsbereichs mittels Interleaving

Für jede Elektrode können zwei Impulse mit unterschiedlichen Kombinationen aus aktiven Stimulationspolen, Amplitude und Impulsdauer programmiert werden. Die Impulse werden alternierend abgegeben. Das Zusammenspiel von verschiedenen Stimulationswirkungen kann so optimiert werden.

Beispiel:

Unipolare versetzte Stimulation an beiden Elektroden

Das Beispiel zeigt die Verwendung von zwei Programmen pro Hemisphere. Alle Programme in diesem Beispiel verwenden eine unipolare Stimulation, jedoch können auch Programme mit bipolarer Stimulation oder beliebige Kombinationen aus Programmen mit unipolarer und mit bipolarer Stimulation eingesetzt werden. Die Abgabe der Impulse erfolgt in der Reihenfolge L1, R1, L2, R2.

Letzte Aktualisierung: 17-10-2013

Wichtige Erkenntnisse zur Tiefen Hirnstimulation bei Parkinson

Die EarlyStim-Studie zeigt, dass STN-DBS die Lebensqualität in einem früheren Stadium der Erkrankung verbessern kann. Zur Studie steht jetzt ein MedLearning-Training zur Verfügung, für das auch CME-Punkte vergeben werden.

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