Pillar-Therapie
bei Schnarchen
Das Pillar® Verfahren, eine ambulante Schnarch- und Schlafapnoe-Therapie

Das Pillar Verfahren für die Schnarch- und Schlafapnoe-Therapie

Das Pillar Verfahren ist eine ambulante, in der Praxis durchgeführte minimalinvasive Therapie bei Schnarchen und Schlafapnoe, bei der versteifende Implantate in das Gaumensegel eingesetzt werden.

Über das Pillar-Verfahren

Schätzungen zufolge leiden 70 Millionen Amerikaner unter Schlafstörungen, die durch Schnarchen oder Schlafapnoe bedingt sind1,2 und sie und ihre Lebensgefährten um eine unbeschwerte Nachtruhe bringen.3 Viele Betroffene haben verschiedene Schnarchtherapien ohne Erfolg ausprobiert und sind frustriert.

Im Unterschied zu anderen chirurgischen Schnarch- und Schlafapnoetherapien ist das Pillar Verfahren eine einfache Methode, die Sie bei einem einzigen Praxistermin oder in Kombination mit anderen Eingriffen durchführen können. Diese minimalinvasive Therapie bei Schnarchen und Schlafapnoe ist auf das Gaumensegel gerichtet. Die Patienten können in der Regel noch am selben Tag normal essen und ihren gewohnten Aktivitäten nachgehen.

Beim Pillar Verfahren werden drei kleine Implantate aus Polyester im weichen Gaumen platziert. Mit der Zeit geben die Implantate - zusammen mit der natürlichen fibrotischen Reaktion des Körpers - dem weichen Gaumen strukturelle Stütze und versteifen ihn. Dadurch werden die Gewebevibrationen, die das Schnarchen verursachen, reduziert. 

Bei einer Schlafapnoe kann durch Kollabieren des Gaumensegelgewebes eine Blockade der oberen Atemwege verursacht werden. Auch diese Blockade kann Pillar reduzieren.

Bislang wurden über 30.000 Menschen weltweit nach der minimalinvasiven Pillar Methode behandelt.

Ursachen des Schnarchens und der obstruktiven Schlafapnoe

Das Vibrieren bzw. das Kollabieren des weichen Gaumens ist eine der Hauptursachen für das Schnarchen und die obstruktive Schlafapnoe. Wenn Gewebe in den oberen Atemwegen flattert oder vibriert, kann dies Schnarchen verursachen; zur obstruktiven Schlafapnoe kommt es, wenn Gewebe kollabiert und/oder die oberen Atemwege blockiert. Studien deuten darauf hin, dass der weiche Gaumen bei mehr als 80 % der Patienten am Schnarchen und an der obstruktiven Schlafapnoe beteiligt ist.4,5

Da sich die Muskulatur der oberen Atemwege während des Schlafs entspannt, kann es zum Kollabieren von nicht gestütztem oder überschüssigem Gewebe in der hinteren Mundhöhle und im Rachen kommen, wodurch die Querschnittsfläche des Atemwegs verkleinert wird. Um das Volumen an eingeatmeter Luft konstant zu halten, muss die Luft mit höherer Geschwindigkeit durch die kollabierte Region strömen. Immer wenn die Geschwindigkeit des Luftstroms ansteigt, kommt es zu einem entsprechenden Druckabfall. Durch den Druckabfall entsteht eine Hubkraft, ähnlich wie bei den Flügeln eines Flugzeugs.

Dadurch kommt es im Atemweg zu einem Ungleichgewicht der Kräfte. Der Gaumen beginnt zu vibrieren, wenn die aerodynamischen Kräfte stärker werden als die strukturelle Integrität des Gaumens, und es kommt zu den Schnarchgeräuschen. Erreicht der Unterdruck im Atemweg einen kritischen Punkt, verursachen kollabierende Gewebe und der Verlust an Muskeltonus gemeinsam ein Kollabieren oder eine Obstruktion der Atemwege und in der Folge eine obstruktive Schlafapnoe.

Quellenangaben

  1. Brain Facts, A Primer on the Brain and Nervous System. Society for Neuroscience, 2008.
  2. Cleveland Clinic. Health Information: Sleep Disorders.  Accessed February 10, 2010.
  3. Beninati W et al. The effect of snoring and obstructive sleep apnea on the sleep quality of bed partners. Mayo Clin Proc. 1999 Oct; 74(10):955-8.
  4. Katsantonis GP, Moss K, Miyazaki S, et al. Determining the site of airway collapse in obstructive sleep apnea with airway pressure monitoring . Laryngoscope 1993; 103:1126-1131.
  5. Quinn SJ, Daly N, Ellis PD, Observation of the mechanism of snoring using sleep nasoendoscopy . Clinical Otolaryngology 1995:20(4);360-6.

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Wie funktioniert Pillar?

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Platzierung von drei kleinen Gaumen-Implantaten beim Pillar Verfahren

Dieser minimalinvasive Eingriff zur Behandlung von Schnarchen und Schlafapnoe dauert nur ca. 20 Minuten. Nach Verabreichung eines Lokalanästhetikums (typischerweise Injektion von Lidocain) können Sie die Pillar Methode in der Praxis durchführen. Während des Eingriffs platzieren Sie drei kleine Implantate am Übergang zwischen dem harten und weichen Gaumen.

Um maximale Wirkung zu erzielen, werden die Implantate eng nebeneinander gesetzt. Eins wird in der Mittellinie platziert und die beiden anderen nicht mehr als 2 mm seitlich neben dem Mittellinien-Implantat.

Das Resultat ist eine zusammenhängende Struktur von ca. 10 mm x 18 mm, die als Verlängerung des harten Gaumens fungiert und die natürliche Tendenz des Gaumens, während des Schlafs zu flattern und/oder den Atemweg zu verlegen, mindert.

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Schema der Implantat-Platzierung beim Pillar Verfahren

 

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Fibrotische Reaktion auf die beim Pillar Verfahren eingesetzten Implantate

 

Klinische Studien zum Pillar Verfahren haben gezeigt, dass:

  • die Intensität des Schnarchens bei den Patienten signifikant abnimmt;1,2
  • die Zufriedenheit der jeweiligen Lebensgefährten mit der Reduktion des Schnarchens nach dem Pillar Eingriff bei 80 % oder höher liegt;1,2
  • es bei ungefähr 80 % der Patienten zu einer Abnahme ihres Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) kam, und diese Ergebnisse auch ein Jahr nach dem Pillar Eingriff noch bestanden;3
  • die Patienten tagsüber seltener müde waren und deutliche Verbesserungen in ihrer Lebensführung nach dem Pillar Eingriff feststellten.4

Quellenangaben

  1. Maurer JT, Verse T, Stuck BA, Hörmann K, Hein G. Palatal implants for primary snoring: short-term results of a new minimally invasive surgical technique

    Kontraindikationen

    Keine.

    Warnhinweise

    • Zubehörteile NICHT bei laufendem Handst&uuml;ck tauschen, um Verletzungen des Bedieners und Kreuzkontaminationen durch verschmutzte Handschuhe zu vermeiden.
    • Bei Klingen für die Atemwege: Bei Verwendung modifizierter Zubeh&ouml;rteile k&ouml;nnte die Systemleistung vermindert sein.
    • Die Fräser NICHT bei einer h&ouml;heren als der auf dem Etikett angegebenen Drehzahl verwenden.
    • Stellen Sie beim Bohren mit Hochgeschwindigkeit (über 6.000 U/min) sicher, dass ein XPS-Highspeed-Fräser verwendet wird.
    • Instrumente sind mittels einer vom Bediener bereitgestellten Sp&uuml;lvorrichtung nach den jeweiligen Erfordernissen adäquat zu spülen . Acta Otolaryngol. 2007 May; 127(5):527-31.
    • Daten liegen vor.
Letzte Aktualisierung: 19-02-2014

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Informationen für Patienten

www.pillar-therapie.de

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