Zerebralparese

Patienten mit Zerebralparese leiden häufig unter starker Spastik, die es Ihnen schwer macht, alltägliche Tätigkeiten auszuüben. Medtronic bietet eine Therapiemöglichkeit, welche die starke Spastik in vielen Fällen lindern kann.

Definition

Die Zerebralparese ist eine Bewegungs- und Haltungsstörung durch eine Verletzung oder Missbildung des kindlichen Gehirns (Hirnschaden).

Ursachen

Eine Zerebralparese kann durch einen Hirnschaden während der Schwangerschaft oder bei der Geburt verursacht werden. Sie kann jedoch auch nach der Geburt entstehen. In diesem Fall wird die Zerebralparese in der Regel durch eine Hirnschädigung in den ersten Lebensmonaten oder -jahren verursacht.

Risikofaktoren

Es gibt verschiedene Risikofaktoren für eine Zerebralparese. Man muss jedoch wissen, dass diese Risikofaktoren nicht unbedingt zum Auftreten der Krankheit führen.

Die Risikofaktoren liegen in der Regel zu folgenden Zeitpunkten vor:

  • Während der fetalen Entwicklung vor, während oder kurz nach der Geburt
  • Während der Kindheit

Zu den Risikofaktoren für eine Zerebralparese zählen:1

  • Frühgeburt
  • Geringes Geburtsgewicht
  • Schlechte intrauterine Ernährung
  • Mangel an Wachstumsfaktoren in der Embryonalphase
  • Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind
  • Infektion der Mutter mit Röteln oder anderen Viruskrankheiten in der frühen Schwangerschaft
  • Bakterielle Infektion der Mutter, des Fötus´ oder Kindes, die das zentrale Nervensystem des Kindes direkt oder indirekt schädigt
  • Längerer Sauerstoffmangel während der Geburt
  • Schwere Gelbsucht nach der Geburt

Symptome

Frühe Anzeichen einer Zerebralparese treten in der Regel vor dem 18. Lebensmonat auf. Kinder mit einer Zerebralparese erreichen Entwicklungseckpunkte wie das Drehen auf die Seite, Sitzen, Krabbeln, Lachen oder Gehen später. Eltern vermuten meistens zuerst, dass die Entwicklung der motorischen Fähigkeiten ihres Kindes nicht normal verläuft.1

Folgende Symptome können mit der Zerebralparese einhergehen:

  • Spastik
  • Unwillkürliche Bewegungen
  • Gang- oder Bewegungsstörungen
  • Schluckstörungen
  • Sprachstörungen

Die Zerebralparese kann leicht bis stark ausgeprägt sein. Zu den körperlichen Anzeichen einer Zerebralparese zählen Muskelschwäche und -schlaffheit oder Spastik und Steifigkeit. In einigen Fällen treten bei Kindern mit Zerebralparese auch neurologische Störungen auf (z.B. Intelligenzminderung oder Krampfanfälle).2

Diagnostik

Die Zerebralparese wird im Allgemeinen zu einem frühen Zeitpunkt im Leben diagnostiziert. Ihr Arzt wird die medizinische und familiäre Vorgeschichte Ihres Kindes abfragen und eine körperliche Untersuchung durchführen. Neben der Prüfung der typischen Symptome führt der Arzt u.U. spezielle Untersuchungen durch, um die Erkrankung Ihres Kindes zu diagnostizieren. Ihr Arzt kann Ihnen helfen, eine Normvariante der Entwicklung von einer Entwicklungsstörung zu unterscheiden.

Spastik bei Zerebralparese

Eine Spastik wird durch eine Schädigung oder Verletzung des Teils des zentralen Nervensystems (Gehirn oder Rückenmark) verursacht, der die willkürlichen Bewegungen des Körpers steuert. Diese Schädigung unterbricht wichtige Signale zwischen dem Nervensystem und den Muskeln und führt zu einer Veränderung des Signalgleichgewichts, die wiederum eine vermehrte Aktivität der Muskeln (Spasmen) zur Folge hat.

Eine Spastik kann Bewegungen, Körperhaltung und Gleichgewicht erschweren. Sie kann die Bewegungsfähigkeit, die Bewegung einer oder mehrerer Extremitäten oder einer Körperhälfte beeinträchtigen. Manchmal ist die Spastik so stark, dass sie Alltagstätigkeiten, Schlaf und Pflege beeinträchtigt. In bestimmten Situationen kann der Kontrollverlust für die Person gefährlich werden.

Quellenangaben

  1. UCP Research and Educational Foundation. Cerebral Palsy Facts and Figures. Zu finden unter www.ucp.org. Zugriff am 11.01.08.
  2. Mayo Clinic. Nervous System. Cerebral Palsy. Zu finden unter www.mayoclinic.com. Zugriff am 13.01.08.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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