Wirbelbrüche kommen recht häufig vor. Allein in Westeuropa kommt es jedes Jahr zu geschätzten 600.000 Brüchen. Unser Ziel ist es, Patienten mit Wirbelbrüchen über ihre Verletzung und eine minimalinvasive Behandlungsmöglichkeit von Medtronic zu informieren.
Ein Wirbelbruch (Wirbel-Kompressionsfraktur) liegt vor, wenn einer der Knochen der Wirbelsäule bricht bzw. zusammenfällt.
Die Knochen der Wirbelsäule können aufgrund von Knochenschwund brechen oder zusammenfallen. Eine primäre Osteoporose und die Menopause sind nicht die alleinigen Ursachen für einen Knochenschwund. Krebs, Chemotherapie, Strahlentherapie, Schilddrüsen-Überfunktion und eine langfristige Anwendung von Corticosteroiden verursachen ebenfalls Knochenschwund und erhöhen das Frakturrisiko.
Ein plötzlich aufgetretener oder ein chronischer, dumpfer Schmerz im Rücken kann auf einen Wirbelbruch hindeuten. Wenn Sie länger als einige Tage Rückenschmerzen haben, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, sodass die Ursache Ihrer Rückenschmerzen ermittelt und behandelt werden kann.
Sie sollten auch auf Ihre Haltung achten und Ihre Größe beobachten. Sie sollten sich von medizinischem Fachpersonal regelmäßig messen lassen. Durch Wirbelbrüche können die Wirbel zusammenfallen. Als Folge davon kann es zu einer Abnahme der Körpergröße kommen.
Mehrere Wirbelbrüche können eine Veränderung der Haltung oder einen sogenannten Witwenbuckel hervorrufen. Wenn Sie also kleiner geworden sind oder einen Witwenbuckel haben, können Wirbel gebrochen sein.
Wenn ein Wirbelbruch vorliegt, ist leider das Risiko, einen weiteren zu bekommen, erheblich erhöht. Mit der Zeit können mehrere Brüche die Ausrichtung Ihrer Wirbelsäule stören, sodass sie nach vorne abkippt (Witwenbuckel).
Diese Krümmung nach vorne kann so weit zunehmen, dass das Gleichgewicht beeinträchtigt und die Brusthöhle komprimiert wird, wodurch die Atmung, Essen und Schlaf erschwert werden.1,2 Weitere Risikofaktoren sind Alter, Geschlecht und Lebensgewohnheiten.
Informieren Sie Ihren Arzt umgehend über neue oder ungewöhnliche Rückenschmerzen. Eine frühe Diagnosestellung lässt mehr Behandlungsmöglichkeiten zu. Durch eine körperliche Untersuchung und eine Röntgenuntersuchung kann man feststellen, ob ein Wirbelbruch vorliegt.
Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.