Die Ablation bei Vorhofflimmern mit dem Kryoballonkatheter Arctic Front

Der Kryoballonkatheter Arctic Front von Medtronic wurde speziell für die Kryoablation von Vorhofflimmern und zur Isolation der Lungenvenen entwickelt. Die Lungenvenen münden in den linken Vorhof und spielen bei Vorhofflimmern eine wichtige Rolle. Sie leiten unkoordinierte elektrische Impulse an das Herz weiter. Bei einer Ablation wird das Vorhofflimmern verursachende Gewebe an den Lungenvenen verödet (Pulmonalvenenisolation).

Kryoballon

Kryoballon-Katheter für die Ablation von Vorhofflimmern (nicht in Originalgröße abgebildet).

Wie funktioniert die Ablation mit dem Kryoballon?

An der Spitze des Arctic Front Katheters befindet sich ein Ballon, der mit gasförmigem Kühlmittel gefüllt wird, nachdem der Arzt den Katheter in das Herz eingeführt hat. Ziel ist, die Pulmonalvene mit dem Ballon möglichst vollständig zu verschließen. Das Kühlmittel verdampft und entzieht dem Herzgewebe Wärme. Überall dort, wo der Ballon Kontakt zum Herzgewebe hat, wird es verödet und verliert seine elektrische Leitfähigkeit. Pro Pulmonalvene sind üblicherweise zwei Ablationen à fünf Minuten erforderlich. Ziel ist die vollständige elektrische Isolation aller Pulmonalvenen.

Nach einer erfolgreichen Pulmonalvenenisolation ist die elektrische Leitung zwischen Lungenvenen und linkem Vorhof unterbrochen. Dadurch kann ein erneutes Auftreten von Vorhofflimmern verhindert werden.

 

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 27 May 2011

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