Rhythmusstörungen im Vorhof: Diagnose und Erfolgskontrolle mit dem implantierbaren Herzmonitor

Oft treten Herzrhythmusstörungen völlig unerwartet auf. Dies macht eine genaue Diagnose mitunter schwer. Hier kann ein implantierbarer Herzmonitor helfen. Das daumengroße Gerät zeichnet den Herzrhythmus vor, während und nach der Rhythmusstörung auf. Mit diesen Informationen kann der Arzt eine geeignete Behandlungsmethode auswählen und den Erfolg der Therapie kontrollieren.

Der Herzmonitor wird unter der Haut implantiert und zeichnet die Aktivitäten ihres Herzens auf. Bis zu drei Jahre lang kann Ihr Herz 24 Stunden täglich überwacht werden. Kommt das Herz aus dem Takt, speichert der Herzmonitor dieses Ereignis automatisch ab. Mit einer Art Fernbedienung, dem Aktivierungsgerät, können Sie die Aufzeichnung auch selbst starten - zum Beispiel, wenn Sie Symptome wie Unruhe oder Herzrasen bemerken oder aus einer Ohnmacht erwachen.

Im persönlichen Beratungsgespräche entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt, ob ein Herzmonitor für Sie in Frage kommt.

Die implantierbaren Herzmonitore Reveal XT und Reveal LINQ von Medtronic

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Herzmonitore Reveal XT und Reveal LINQ

Die implantierbaren Herzmonitore Reveal XT und Reveal LINQ wurden speziell für die Diagnose und Überwachung von Herzrhythmusstörungen im Vorhof entwickelt. Der Herzmonitor besteht aus Materialien wie Titan, die sich mit menschlichem Gewebe vertragen, und speziellen Kunststoffen. Der Reveal XT ist 17 Gramm leicht und etwa daumengroß. Es funktioniert kabellos. Patienten, die einen Reveal XT tragen, können sich außerdem ohne Gefahr einer MRT (Magnetresonanztomographie, Kernspinuntersuchung) unterziehen.

Der Reveal LINQ ist deutlich kleiner als der Reveal XT. Bei einer Größe von 1,2 cc und einem Gewicht von nur 2,5 g verfügt er über dieselben Eigenschaften und kann Ihrem Arzt noch detailliertere Informationen über Herzrhythmusstörungen liefern.

Nutzen des implantierbaren Herzmonitors

Ein implantierbarer Herzmonitor überwacht Ihren Herzrhythmus vor, während und nach einer Rhythmusstörung. Das EKG hilft dem Arzt frühzeitig festzustellen, ob unregelmäßige Herzschläge oder Ohnmachtsanfälle (Synkopen) von Herzrhythmusstörungen oder Vorhofflimmern hervorgerufen werden. Zudem kann mit einem Herzmonitor der Behandlungserfolg nach einer Ablation überwacht werden. Bei einer Ablation (Katheterablation oder chirurgische Ablation) wird das für die Herzrhythmusstörung verantwortliche Gewebe verödet, so dass es keine elektrischen Reize mehr leiten kann.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 10-02-2014

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