Plötzlich und ohne erkennbaren Anlass gerät das Herz aus dem Takt: Rhythmusstörungen im Vorhof lassen das Herz schneller oder unregelmäßig schlagen. Zu den Folgen gehören Atemnot, Herzrasen, Herzstolpern, ein Druckgefühl in der Brust, ungewöhnliche Müdigkeit, Kurzatmigkeit oder Schwindel. Bleiben Vorhoffarrhythmien unerkannt und unbehandelt, steigt das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden oder an einer Herzschwäche zu erkranken.
Ein gesundes Herz schlägt pro Minute zwischen 50 und 80 Mal. Bei Vorhof-Arrhythmien (Arrhythmie = unregelmäßiger Herzschlag) schlägt der obere Teil des Herzens (Vorhöfe) schneller als normal oder ungleichmäßig. Beschleunigt sich der Herzschlag auf mehr als 100 Schläge, liegt eine Tachykardie vor. Die folgenden Tachykardien sind eng mit Störungen im rechten oder linken Vorhof verbunden:
Der Sinusknoten erzeugt mit elektrischen Impulsen einen regelmäßigen Herzschlag. Normalerweise leitet der AV-Knoten diese Erregungen nur über eine Leitungsbahn als „Einbahnstraße“ an die Herzkammern weiter. Bei einer AVNRT kehren die Impulse über eine zweite Leitungsbahn zum Vorhof zurück, was auch als Wiedereintritt (engl. Reentry) bezeichnet wird. Wenn diese Impulse über die erste Bahn erneut in die Kammern gelangen, entsteht eine kreisende Erregung im AV-Knoten des Herzens, die Herzrasen auslösen kann.
Bei dieser Art von Herzrasen transportiert eine Leitungsbahn - zusätzlich zum AV-Knoten - elektrische Impulse zu den Herzkammern. Leitet der AV-Knoten die Impulse zurück zum Vorhof (Reentry), entsteht eine kreisende Erregung. Dadurch beginnt das Herz zu schnell zu schlagen.
Diese Herzrhythmusstörung entsteht meist im rechten Vorhof. Die Vorhöfe bewegen sich regelmäßig, aber zu schnell - mit über 220 Schlägen in der Minute. Jedoch leiten sie diesen schnellen Herzschlag nur teilweise an die Herzkammern weiter. Deshalb schlagen die Kammern meist langsamer als die Herzvorhöfe.
Vorhofflimmern ist ein unregelmäßiger und sehr schneller Herzrhythmus, verursacht durch eine unkoordinierte Erregung der Herzvorhöfe. Die Herzfrequenz kann bis zu 300 Schlägen pro Minute in den Vorhöfen und bis zu 150 Schlägen pro Minute in den Kammern erreichen. Durch die unkoordinierte Aktion der Vorhöfe gelangt nur ein Teil des Blutes in die Kammern. Die Folgen sind zum Beispiel niedriger Blutdruck oder Schwindelgefühl.
Im Normalfall ist Vorhofflimmern nicht lebensgefährlich. Die Betroffenen fühlen sich oft unruhig und kurzatmig. Manche Patienten bemerken auch überhaupt keine Symptome, so dass ihr Vorhofflimmern lange unentdeckt bleibt. Dadurch erhöht sich das Schlaganfallrisiko. Die verminderte Pumpleistung des Herzens kann auch zu einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) führen.
Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung und kann vorübergehend anfallsartig (paroxysmal), dauerhaft (persistierend), oder chronisch auftreten.
Auslöser und Ursachen für Vorhofarrhythmien können zum Beispiel sein:
Typische Symptome sind Herzrasen, Herzstolpern, Atemnot, Schwindelgefühl, ungewöhnliche Müdigkeit, Kurzatmigkeit oder ein Druckgefühl in der Brust.
Je schneller das Herz schlägt, desto stärker spüren Sie ihre Beschwerden. Es kann auch vorkommen, dass Sie keine Symptome empfinden und Ihre Herzrhythmusstörungen zunächst nicht bemerken. Wichtig ist in jedem Fall, dass Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen) frühzeitig erkannt und behandelt werden.
Ihr Arzt kann mit folgenden Untersuchungen feststellen, ob Sie an Vorhoffarrhythmien leiden:
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