Ein Herzschrittmacher kann bei Herzrhythmusstörungen dann zum Einsatz kommen, wenn Patienten außerdem unter einer Bradykardie (langsamer Herzschlag) leiden. Ein moderner Herzschrittmacher kann Herzrhythmusstörungen im Vorhof erkennen, während sie entstehen und so den normalen Herzrhythmus wieder herstellen. Außerdem hat der Herzschrittmacher Spezialfunktionen: Durch diese kann vermieden werden, dass ein schneller Herzrhythmus im Vorhof auf die Herzkammern übergeleitet und unter Umständen lebensbedrohlich wird. Für die Implantation eines Herzschrittmachers ist keine Operation am offenen Herzen notwendig. In der Regel können Sie das Krankenhaus innerhalb von 24 Stunden nach dem Eingriff wieder verlassen. Die Implantation wird meist unter örtlicher Betäubung durchgeführt, und Sie bekommen Medikamente, die Sie ruhig und schläfrig machen.
Vergrößern – Ein Herzschrittmacher wird üblicherweise im oberen Brustbereich eingesetzt.
In der Regel verläuft die Implantation eines Herzschrittmachers folgendermaßen:
Die meisten Patienten können bereits am Tag der Implantation wieder aufstehen. Normalerweise empfiehlt der Arzt, Schulter und Arm für eine kurze Zeit nicht zu bewegen, damit der Heilungsprozess nicht gestört wird.
Bevor Sie das Krankenhaus verlassen, führt der Arzt eine Abschlussuntersuchung durch. Sie erhalten dann auch Ihren Herzschrittmacherausweis. Führen Sie diesen Ausweis immer mit sich, denn er enthält alle wichtigen Angaben über Art und Funktion Ihres Herzschrittmachers.
Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.