Die Platzierung eines Stentgrafts zur Behandlung thorakaler Aortenaneurysmen zählt zu den minimal-invasiven Behandlungsmöglichkeiten. Das verkürzt den Krankenhausaufenthalt - Patienten können schneller nach Hause entlassen werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über diese Behandlungsmöglichkeit und finden Sie heraus, ob ein Stentgraft für Sie das Richtige ist.
Nicht jedes thorakale Aortenaneurysma muss operiert werden. Wenn das Aneurysma klein ist, entscheidet sich der Arzt häufig dafür, zunächst zu beobachten, ob sich das Aneurysma verändert. Bei erhöhtem Blutdruck muss der Patient Medikamente einnehmen. Raucher sollten sich den Nikotinkonsum abgewöhnen. Ebenfalls empfohlen werden Sport und gesunde Ernährung.
Droht das Aneurysma zu platzen, gibt es zwei Behandlungsarten: eine offene Operation oder die Platzierung eines endovaskulären Stentgrafts.
Bei der offenen Operation unter Vollnarkose öffnet der Chirurg eine Körperseite mit einem langen Schnitt. Dann wird das Aneurysma durch einen Schlauch aus synthetischem Gewebe ersetzt. Üblicherweise verbringen Patienten nach einer offenen Operation eine Nacht auf der Intensivstation und dann weitere 5 bis 7 Tage im Krankenhaus.
Die Alternative zu einer offenen Operation ist die Platzierung eines endovaskulären Stentgrafts, auch EVAR (endovaskuläre Aneurysmareparatur) genannt.
Ein Stentgraft ist ein Schlauch aus synthetischem Gewebe mit einem inneren Metallgerüst. Dieser wird im thorakalen Aneurysma platziert, ohne dass das umgebende Gewebe von außen chirurgisch geöffnet werden muss.
Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.