Die Implantation eines Defibrillators: Vorbereitung und Ablauf

Ein Defibrillator wird meistens im oberen Brustkorb implantiert.

vergrößern – Ein Defibrillator wird normalerweise im oberen Brustbereich implantiert.

Der Defibrillator behandelt lebensgefährliches Herzrasen (Tachykardie). Das Gerät wird üblicherweise im oberen Brustbereich implanteirt. Oft erfolgt der Eingriff sogar nur bei örtlicher Betäubung. Eine Operation am offenen Herzen ist nicht notwendig: Der Defibrillator wird über einen kleinen Hautschnitt implantiert.

Die Implantation erfolgt in vier Schritten:

1. Ein kleiner, etwa fünf Zentimeter langer Schnitt wird unterhalb des Schlüsselbeins durchgeführt.
2. Eine oder zwei Elektroden (dünne, isolierte Drähte) werden durch eine Vene bis in Ihr Herz vorgeschoben.
3. Ihr Arzt schließt die Elektrode(n) an den Defibrillator an und testet die Funktionen.
4. Dann wird das Gerät unter Ihre Haut geschoben und der Hautschnitt vernäht.

Die meisten Patienten können bereits am selben Tag wieder aufstehen. Die ersten Tage nach der Implantation sollten Sie Ihre Schulter bzw. Ihren Arm nicht zu heftig bewegen und keine schweren Gegenstände heben, damit die operierte Stelle verheilen kann.

Bevor Sie aus dem Krankenhaus entlassen werden, erhalten Sie einen Defibrillator-Ausweis. Tragen Sie ihn stets bei sich: Er enthält wichtige Angaben über Art und Funktion Ihres Defibrillators.

 

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

Section Navigation

Deutschland