Implantierbare Herzmonitore

Wenn Sie von wiederkehrenden Ohnmachtsanfällen mit unklarer Ursache betroffen sind, empfiehlt Ihnen Ihr Arzt möglicherweise einen implantierbaren Herzmonitor. Dieser kann die Aktivität Ihres Herzens über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren überwachen. Wenn Sie das nächste Mal einen Ohnmachtsanfall erleiden, zeichnet der Herzmonitor ein EKG auf. Ihr Arzt kann auf diese Weise feststellen, ob ein gestörter Herzrhythmus für Ihre Beschwerden verantwortlich ist.

Was ist ein implantierbarer Herzmonitor?

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Herzmonitore Reveal XT und Reveal LINQ

Der implantierbare Herzmonitor (auch implantierbarer Looprekorder oder auf englisch Insertable Cardiac Monitor genannt) ist ein mobiles EKG-Gerät: Es überwacht Ihren Herzschlag bis zu drei Jahre lang 24 Stunden täglich und zeichnet Unregelmäßigkeiten im Herzrhythmus automatisch auf. Sollten Sie sich unwohl fühlen oder etwas Ungewöhnliches spüren, können Sie die Aufzeichnung mit einer kleinen Fernbedienung auch selbst starten. Das gespeicherte EKG liefert Ihrem Arzt Informationen darüber, ob Ihre Beschwerden vom Herzen kommen.

Auswertung der Daten

Ihr Arzt wird Sie in regelmäßigen Abständen oder nach einem Ohnmachtsanfall in seine Praxis bitten. Dort kann er die im Herzmonitor gespeicherten Daten kontrollieren.Mit einem externen Gerät kann er die vom Herzmonitor gespeicherten Daten abfragen. Dies ist völlig schmerzfrei und nimmt in der Regel nur wenig Zeit in Anspruch.

Möglicherweise müssen Sie nicht für jede Nachsorge und Datenauswertung zum Arzt. Fragen Sie ihn nach dem CareLink Netzwerk, mit dem sich Herzmonitore per "Fernabfrage" überprüfen lassen.

Diagnose und Behandlung

Konnte der Herzmonitor ein EKG während einer Ohnmacht aufzeichnen, liefern diese Informationen Ihrem Arzt möglicherweise wichtige Hinweise. Stellt er fest, dass Herzrhythmusstörungen Auslöser für Ihre Beschwerden sind, wird er eine für Sie geeignete Behandlung einleiten. Kann er Herzrhythmusstörungen ausschließen, wird Ihr Arzt sich auf mögliche andere Ursachen konzentrieren.

Die implantierbaren Herzmonitore Reveal XT und Reveal LINQ von Medtronic

Die Herzmonitore von Medtronic beobachten Ihren Herzrhythmus 24 Stunden am Tag und bis zu drei Jahre lang. Dies kann vor allem dann wichtig sein, wenn Ohnmachtsfälle unregelmäßig und in größeren zeitlichen Abständen voneinander auftreten.

Medtronic hat vor über zehn Jahren den ersten implantierbaren Herzmonitor entwickelt. Die Generation Reveal MRI entstand durch kontinuierliche Forschung und basiert auf Erkenntnissen aus über 140.000 Implantationen. Auch die Erfahrungen von Ärzten und Patienten sind in die Entwicklung der Reveal MRI Herzmonitore mit eingeflossen. Patienten, die einen Reveal Herzmonitor tragen, können sich ohne Gefahr einer MRT (Kernspinuntersuchung, Magnetresonanztomographie, Magnetic Resonance Imaging - MRI) unterziehen.

Der Reveal LINQ stellt eine weitere Innovation dar. Er verfügt über alle Eigenschaften seiner Vorgänger, ist jedoch deutlich kleiner und kann Ihrem Arzt präzisere Berichte über potenzielle Herzrhythmusstörungen liefern.
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Nutzen eines implantierbaren Herzmonitors

Bei einer herzbedingten (kardialen) Ursache lösen häufig Herzrhythmusstörungen die Ohnmachtsanfälle aus. Um dies zu bestätigen oder auszuschließen, muss während der Bewusstlosigkeit Ihr EKG aufgezeichnet werden.
Leiden Sie unter sporadischen Synkopen, treten solche Ohnmachten meist nicht dann auf, wenn Sie gerade in der Arztpraxis sind. Ein implantierbarer Herzmonitor kann Ihre Herzaktivität bis zu drei Jahre lang überwachen. Daher ist die Wahrscheinlichkeit hoch, mit einem implantierbaren Herzmonitor während einer Synkope eine EKG-Aufzeichnung zu erhalten. Studien haben belegt, dass implantierbare Herzmonitore die Ursache sporadischer Ohnmachtsanfälle häufiger aufdecken als andere Untersuchungsverfahren1.

Quellenangaben

  1. A.D. Krahn et al: Cost implications of testing strategy in patients with syncope: randomized assessment of syncope trial (RAST).J Am Coll Cardiol 42(3):495-501.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 19-08-2016

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