Die Implantation eines Herzmonitors

Bei der Implantation handelt es sich um einen kleinen Routineeingriff. Dieser dauert in der Regel nur wenige Minuten. Unter örtlicher Betäubung wird der kleine Herzmonitor unter die Haut geschoben. Nach dem Eingriff können Sie üblicherweise sofort wieder Ihren üblichen Aktivitäten nachgehen.

Entscheidung für einen implantierbaren Herzmonitor

Vermutet Ihr Arzt Herzrhythmusstörungen als Ursache für Ihre Ohnmacht, benötigt er ein EKG während eines solchen Anfalls. Meist tritt eine Bewusstlosigkeit nicht gerade dann auf, wenn Sie sich in der Praxis befinden. Auch externe EKG-Geräte, die für mehrere Tage oder Wochen eingesetzt werden können, verpassen oft Ohnmachten, die in größeren Abständen wiederkehren. In diesem Fall kann Ihnen der Arzt einen implantierbaren Herzmonitor vorschlagen. Auch wenn bereits viele Patienten von einem Herzmonitor profitiert haben, führt das Gerät nicht zwingend bei jedem zu den gewünschten Ergebnissen. Ihr Arzt entscheidet gemeinsam mit Ihnen, ob ein implantierbarer Herzmonitor für Sie geeignet ist.

Bei dieser Entscheidung spielen folgende Fragen eine Rolle:

  • Sind Sie bereits mehrmals ohne erkennbare Ursache in Ohnmacht gefallen?
  • Sind Sie im Laufe der Zeit mehrmals plötzlich und ohne ankündigende Symptome in Ohnmacht gefallen?
  • Konnten medizinische Untersuchungen die Ursache Ihrer Ohnmachtsanfälle nicht ermitteln?
  • Haben Sie eine entsprechende Behandlung (z.B. Änderungen der Lebensweise oder Medikamente) begonnen, die jedoch keinen Erfolg zeigt?
  • Verspüren Sie vor oder nach einem Ohnmachtsanfall ein Herzstolpern oder andere Unregelmäßigkeiten des Herzschlags?
  • Sind oder waren Familienangehörige von ungeklärten Ohnmachtsanfällen oder plötzlichem Herzstillstand betroffen?

Wie läuft die Implantation ab?

Die Implantation eines Herzmonitors ist ein einfacher Eingriff. Der Herzmonitor wird meist auf der linken Brustseite unter die Haut geschoben. Andere Stellen, zum Beispiel aus kosmetischen Gründen, sind denkbar. Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt. Die entsprechende Stelle wird örtlich betäubt. Dann setzt der Arzt einen wenige Zentimeter kleinen Schnitt und setzt den Herzmonitor ein.

Die Tage nach dem Eingriff

Der Herzmonitor kann Ihnen ein Gefühl der Sicherheit geben, da er einen unregelmäßigen Herzschlag sofort erkennt und aufzeichnet. Trotzdem brauchen Sie vielleicht ein paar Tage, bis Sie sich an das Gerät gewöhnt haben.

Möglicherweise gibt Ihnen Ihr Arzt ein paar Hinweise für Ihren Alltag, zum Beispiel:

  • Verzichten Sie auf weit ausholende Armbewegungen.
  • Heben Sie keine schweren Gegenstände.
  • Drücken oder reiben Sie nicht an der Implantationsstelle.
  • Weisen Sie Ihren Arzt auf Rötungen, Schwellungen oder Nässen an der Implantationsstelle hin.

Risiken

Das Risiko einer schwerwiegenden Komplikation ist äußerst gering. Wie jede Operation ist jedoch auch die Implantation eines Herzmonitors mit gewissen Risiken verbunden.

Da der Herzmonitor direkt unter der Haut implantiert wird, besteht ein geringes Risiko, dass sich die Stelle infiziert, sich das Gerät verschiebt oder durch die Haut austritt. Allergische Reaktionen auf die Materialien des Herzmonitors sind eher selten.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Bedenken oder Fragen haben.

 

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 28-05-2015

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