Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung der Stuhlinkontinenz oder Darmschwäche. Eine davon ist der innovative InterStim™-Schrittmacher von Medtronic. Seit 1995 wurde er bei weltweit mehr als 60.000 Patienten eingesetzt. Wenn andere Behandlungsarten bei Ihnen nicht anschlagen, kann dies eine wirksame Alternative für Sie sein.
Manche Betroffene gelangen durch einfache Veränderungen ihrer Lebensgewohnheiten zu einer Linderung der Symptome der Stuhlinkontinenz:
Möglicherweise verordnet Ihr Arzt Arzneimittel, die eine Linderung der Symptome Ihrer Stuhlinkontinenz herbeiführen können. Wenn Sie beispielsweise unter wässrigem Stuhl leiden, können bestimmte Arzneimittel dazu beitragen, diesen zu verdicken und ihre Darmfunktionen zu verlangsamen.
Bei Patienten, bei denen herkömmliche Behandlungsformen nicht den gewünschten Erfolg bringen, kann der Arzt auch die InterStim-Therapie (Stimulation der Sakralnerven) empfehlen, eine Behandlung, die selbst bei einem geschädigten Schließmuskel zum Erfolg führen kann. Diese reversible Behandlung basiert auf einem kleinen Schrittmacher (Neurostimulator), der in den Körper eingesetzt wird. Dieser Schrittmacher gibt schwache elektrische Impulse an die Sakralnerven ab, die Darm, Rektum und Blase steuern. Dadurch lassen sich sowohl Blasen- als auch Darmfunktionsstörungen behandeln. Man spricht daher in diesem Zusammenhang auch von Blasen- bzw. Darmschrittmacher.
In manchen Fällen können Eingriffe zum Schließmuskelersatz durchgeführt werden. Dabei wird die Funktion des Schließmuskels durch einen aus dem Bein verlagerten Muskel oder einen künstlichen Schließmuskel übernommen. Sollten andere Verfahren nicht zum Erfolg führen, kann letztendlich auch eine Kolostomie durchgeführt werden. Dabei wird der Darm vom Anus getrennt und zu einem künstlich geschaffenen Darmausgang (Anus praeter) verlegt. Die Ausscheidung des Stuhls erfolgt dann durch diesen Ausgang in einen speziellen Beutel (Stomaversorgung).
Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.