Entscheidung für die InterStim™-Therapie

Ihr Arzt wird gemeinsam mit Ihnen bestimmen, ob sich die sakrale Neuromodulation (Interstim-Therapie) für Sie eignet. Diese Behandlungsform wurde für die Verbesserung der Blasen- und Darmfunktion bei Patienten entwickelt, die unter überaktiver Blase, schlaffer Blase, Stuhlinkontinenz oder Verstopfung (Obstipation) leiden.

Bei Patienten, bei denen herkömmliche Behandlungsformen nicht den gewünschten Erfolg bringen oder vom Patienten nicht vertragen werden, kann sich die Interstim-Therapie als geeignete Behandlungsalternative erweisen.

Teststimulation

Mit einer Teststimulation kann ermittelt werden, ob und in welchem Ausmaß die Interstim-Therapie zur Verbesserung Ihrer Blasen- und Darmfunktion führt. Dazu wird im Rahmen eines einfachen Eingriffs eine Testelektrode in Ihren Rücken eingeführt und an einen externen Teststimulator angeschlossen.

Für die Dauer der Teststimulation erhalten Sie ein Blasen- oder Stuhltagebuch, in dem Sie die Symptome Ihrer Erkrankung dokumentieren. Führt die Teststimulation zu einer deutlichen Linderung oder vollständigen Beseitigung Ihrer Symptome, werden Sie wahrscheinlich auch von der langfristigen Anwendung der InterStim-Therapie profitieren. 

Für die dauerhafte Anwendung wird im oberen Gesäßbereich der Interstim-Schrittmacher unter der Haut implantiert. Ihr Arzt wird den Eingriff mit Ihnen besprechen und Ihnen das weitere Geschehen erläutern.

Der Schrittmacher wird normalerweise nach der Implantation von außen nicht bemerkt.

Führt die InterStim-Therapie zu einer vollständigen Beseitigung der Symptome?

Die Wirksamkeit der sakralen Neuromodulation ist bei jedem Patienten anders. Diese Behandlungsform stellt keine Heilung von Blasen- oder Darmerkrankungen dar. Wenn die Behandlung für eine gewisse Zeit unterbrochen wird, werden die Symptome zurückkehren. Viele Patienten erfahren jedoch sowohl sofort als auch auf lange Sicht eine spürbare Linderung der Symptome.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 19-04-2016

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