Spastik: Die Therapie

Schwere Spastik kann nicht geheilt werden. Die Behandlung richtet sich also darauf, die Symptome zu lindern. Eine Behandlungsform ist die ITBSM-Therapie (intrathekale Baclofen-Therapie) von Medtronic mit einer Arzneimittelpumpe - auch Baclofen-Pumpe oder Spastikpumpe genannt. Die ITB-Therapie kann bei der Linderung einer schweren Spastik helfen1. Wenn Sie bereits eine Baclofen-Pumpe tragen oder sich zu dieser Therapie direkt detailliert informieren möchten, klicken Sie bitte hier.

Die Behandlung von Spastik mit Tabletten (orale Medikation)

Um eine schwere Spastik zu behandeln, kann es notwendig sein, verschiedene Therapien miteinander zu kombinieren. Zu den häufigsten Behandlungsmethoden gehören antispastisch wirkende Tabletten. Diese Tabletten führen bei vielen Patienten zum gewünschten Erfolg. Es sind jedoch hohe Dosen erforderlich, um die Spastik wirksam zu behandeln. Diese hohe Konzentration an Arzneimittel im Körper führt zu Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Sedierung, Benommenheit, Verwirrung oder Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsproblemen. In manchen Fällen erzielen hohe Dosen nicht einmal das gewünschte Resultat. Bei diesen Patienten kann die Behandlung mit einer Baclofen-Pumpe wirksamer sein.

Die ITB-Therapie mit der Baclofen-Pumpe (Spastikpumpe)

Die ITB-Therapie (intrathekale Baclofen-Therapie) von Medtronic mit der Baclofen-Pumpe, auch Spastikpumpe oder Lioresal-Pumpe genannt, ist eine reversible Therapie, die den Bedürfnissen des Patienten individuell angepasst werden kann. Die Spastikpumpe wird in einer Operation implantiert. Über einen Katheter gibt sie kleine Dosen flüssiges Baclofen (Lioresal® Intrathekal) direkt in den das Rückenmark umgebenden flüssigkeitsgefüllten Raum ab: Das Arzneimittel gelangt also direkt dorthin, wo es benötigt wird und am besten wirkt.

Quellenangaben

  1. Creedon SD, Dijkers MP, Hinderer SR. Intrathecal baclofen for severe spasticity: a meta-analysis. Int J rehabil Health 1997; 3(3):171-85.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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