Bei der Anwendung der ITB-Therapie bei schwerer Spastik spielen auch Sie selbst eine entscheidende Rolle. Arbeiten Sie eng mit dem Behandlungsteam zusammen. Ihr Arzt ist Ihr erster Ansprechpartner, wenn es um Ihre Genesung, um Nachsorgeuntersuchungen, um den Erfolg der Therapie oder um Fragen zu Aktivitäten Ihres Alltags geht.
Wenn die ITB-Therapie mit einer Baclofen-Pumpe (Spastikpumpe, Lioresal-Pumpe) optimal wirkt, werden Sie schon bald nach der Implantation wieder in der Lage sein, Ihren alltäglichen Aktivitäten nachzugehen1. Sobald der Einschnitt verheilt ist, braucht die Implantationsstelle keine besondere Pflege mehr.
Möglicherweise ist locker sitzende Kleidung am angenehmsten zu tragen. Je nach Körpergröße, Körperbau und Implantationsstelle ist die Pumpe unter der Kleidung möglicherweise gar nicht wahrzunehmen.
Für die ersten sechs bis acht Wochen nach dem Eingriff empfiehlt Ihnen Ihr Arzt möglicherweise, sich in Ihren Aktivitäten einzuschränken. Besprechen Sie Art und Intensität der Aktivitäten mit ihm und halten Sie sich an seine Empfehlungen. Dies betrifft Beruf, Reisen, Freizeit, Hobbys, körperliche Aktivitäten und Sexualität. Sprechen Sie vor allem mit Ihrem Arzt, wenn Sie an sportlichen und anderen Aktivitäten teilnehmen möchten, die Ihre Spastik-Pumpe oder den Katheter schädigen können.
Bei den regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen wird Ihr Arzt die einwandfreie Funktion der Baclofen-Pumpe überprüfen. Er füllt, falls notwendig, Baclofen nach und passt die Abgaberate für das Medikament an. Wie häufig Ihr Arzt Sie für eine Nachsorgeuntersuchung sehen will, hängt von Ihrer individuellen Situation ab: Es kann alle paar Wochen, aber auch alle paar Monate sein. Zum Nachfüllen der Pumpe wird eine Kanüle durch die Haut in die Pumpe eingeführt. Durch diese Kanüle wird die Pumpe zunächst restlos entleert und anschließend wieder aufgefüllt. Dies ist normalerweise ein kurzer, schmerzfreier Eingriff.
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Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.