Spastik

Angespannte versteifte Muskeln und die damit verbundenen Schmerzen und Beeinträchtigungen können Menschen mit Spastik das Leben schwer machen. Eine Baclofen-Pumpe von Medtronic kann dazu beitragen, die Symptome einer schweren Spastik zu lindern.

Was ist Spastik und wodurch entsteht sie?

Mit Spastik bezeichnet man eine Verhärtung und Steifheit von Muskeln, die Bewegungen, vor allem der Arme und der Beine, schwierig oder unkontrollierbar machen. Zu Spastik kann es kommen, wenn ein Teil des zentralen Nervensystems (Gehirn oder Rückenmark) verletzt wird, der die willkürlichen Bewegungen des Körpers steuert. Durch diese Schädigung wird das Signalgleichgewicht zwischen dem Nervensystem und den Muskeln verändert. Dies wiederum hat eine vermehrte Aktivität der Muskeln (Muskelkrämpfe) zur Folge. In manchen Fällen ist die Spastik so stark ausgeprägt, dass sie sich nicht nur auf die Alltagsaktivitäten auswirkt, sondern auch auf den Schlaf und die Pflege von Menschen mit Spastik.

Spastik kann zum Beispiel durch die folgenden Erkrankungen ausgelöst werden (folgen Sie den Links, um sich über diese Erkrankungen zu informieren):

Wie äußert sich Spastik?

Mögliche Symptome einer Spastik sind1:

  • Erhöhter Muskeltonus
  • Überaktive Reflexe
  • Unwillkürliche Bewegungen: Krämpfe (heftige und/oder anhaltende Muskelkontraktionen) oder Kloni (Serie schneller unwillkürlicher Muskelkontraktionen)
  • Schmerzen
  • Verminderte funktionielle Fähigkeiten und verzögerte motorische Entwicklung
  • Probleme bei Körperpflege und Hygiene
  • Fehlhaltung
  • Kontrakturen: Gelenkversteifungen. Dauerhafte Verkürzung der Muskeln und Sehnen aufgrund schwerer, anhaltender Versteifungen und Krämpfe.
  • Deformierte Knochen und Gelenke

Wie wird eine Spastik festgestellt?

Ein Spastik wird normalerweise festgestellt, nachdem eine neurologische Erkrankung eingesetzt hat. Folgende Untersuchungen und Fragen können für die Diagnose einer Spastik wichtig sein1:

  • Anamnese (Analyse Ihrer medizinischen Vorgeschichte) und körperliche Untersuchung
  • Welche Arzneimittel haben Sie bisher eingenommen?
  • Gab es in Ihrer Familie bereits neurologische Erkrankungen oder Erkrankungen der Muskeln?
  • In welchem Umfang lassen sich Arme und Beine bewegen?
  • In welchem Umfang sind passive und aktive Bewegungen möglich?
  • Sind Sie noch in der Lage, für sich selbst zu sorgen?

Quellenangaben

  1. WebMD Pain Management Health Center. Pain Management: Spasticity. Artikel (in englischer Sprache) auf der Webseite http://www.webmd.com/pain-management/pain-management-spasticity (aufgerufen am 15.8.2008).

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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