Die Entscheidung für die ITBSM-Therapie mit einer Baclofen-Pumpe

Seit 1992 sind über 50.000 Spastik-Patienten mit einer Baclofen-Pumpe (auch Spastikpumpe oder Lioresal-Pumpe genannt) behandelt worden. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, ob diese Therapie auch für Sie in Fragen kommt. Ein eintägiger, sogenannter "Screening-Test" kann zeigen, was die Therapie bei Ihnen bewirkt..

Welche Faktoren sind für die Entscheidung wichtig?

Ihr Arzt wird bei der Entscheidung für eine Spastikpumpe eine Vielzahl von Faktoren berücksichtigen. Diese Faktoren sind:

  • Sie haben eine schwere Spastik, die Sie in Ihrem Wohlbefinden und den Tätigkeiten Ihres Alltags beeinträchtigt oder sich auf Ihre Pflege auswirkt.
  • Der Screening-Test für die intrathekale Abgabe eines antispastisch wirkenden Medikamentes ist bei Ihnen positiv verlaufen.
  • Sie haben ausreichend Körpermasse für die Aufnahme der Baclofen-Pumpe: Die Pumpe darf höchstens 2,5 Zentimeter unter der Haut implantiert werden.
  • Sie leiden nicht an einer Infektion.
  • Sie reagieren nicht allergisch auf das in der Pumpe verwendete Medikament.

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt die Entscheidungskriterien für die ITB-Therapie ausführlich erklären.

Der Screening-Test

Mit dem Screening-Test kann festgestellt werden, ob die ITB-Therapie für Sie in Frage kommt. Bei diesem Test wird eine kleine Menge eines antispastisch wirkenden Medikaments in den das Rückenmark umgebenden flüssigkeitsgefüllten Raum (Liquorraum) abgegeben. Einige ITB-Therapie-Zentren erweitern den Test: Sie setzen einen provisorischen Katheter ein, so dass die Wirkung einer intrathekalen Arzneimittelgabe einige Tage lang getestet werden kann.

In klinischen Studien konnte die ITB-Therapie während des Screening-Tests die Spastik bei 97 % der Patienten mit einer durch multiple Sklerose oder eine Rückenmarkverletzung bedingten Spastik lindern.1

Wenn die Therapie für Sie in Frage kommt

Wenn die Therapie für Sie in Frage kommt, wird der Arzt mit Ihnen die Nutzen und Risiken der ITB-Therapie sorgfältig besprechen und gegeneinander abwägen. Bereiten Sie sich auf dieses Gespräch vor und überlegen Sie, welche Fragen Sie dem Arzt stellen möchten.

Quellenangaben

  1. Penn RD. Intrathecal baclofen for spasticity of spinal origin: seven years of experience. J Neurosurg. 1992;77: 236-240.

 

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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