Als Skoliose bezeichnet man eine anomale seitliche Krümmung der Wirbelsäule. Etwa drei Prozent aller Menschen leiden unter einer Skoliose. Eine leichte Skoliose hat kaum Einfluss auf das Alltagsleben. Aber die schwereren Fällen sind mit Schmerzen und Einschränkungen der alltäglichen Tätigkeiten verbunden. Damit die Krümmung nicht weiter fortschreitet und die Betroffenen wieder ohne Einschränkungen alles tun können, was sie möchten, hat Medtronic Möglichkeiten zur chirurgischen Behandlung der Skoliose entwickelt.
Die natürlichen Krümmungen in unserer Wirbelsäule halten den Oberkörper im Gleichgewicht und sorgen für eine angemessene Ausrichtung. Wenn die Wirbelsäule aber stark seitlich gekrümmt ist, bezeichnet man dies als Skoliose.
Eine Skoliose kann verschiedene Ursachen haben: Es gibt angeborene Fehlbildungen der Wirbelsäule (auch kongenital genannt), die entweder vererbt wurden oder durch besondere Umstände entstanden sind. Die Ursachen können aber auch genetisch bedingt sein oder es kann ein Problem bei der Zusammenarbeit von Nerven und Muskeln vorliegen. Auch unterschiedliche Beinlängen können eine Skoliose verursachen. Weitere Ursachen einer Skoliose sind Erkrankungen wie Zerebralparalyse, Spaltwirbel (Spina bifida), Muskeldystrophie, spinale Muskelatrophie und Tumore. Bei über 80 Prozent aller Skoliose-Fälle ist die Ursache allerdings unbekannt.
Es gibt mehrere Anzeichen, mit deren Hilfe Sie feststellen können, ob Sie oder ein Ihnen nahestehender Mensch unter Skoliose leidet. Wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bemerken, sollten Sie einen Untersuchungstermin mit einem Arzt vereinbaren.
Wenn ein Verdacht besteht, kann eine Skoliose durch bestimmte Untersuchungen wie Röntgen, Wirbelsäulenröntgen, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) der Wirbelsäule festgestellt werden. Die Krümmung wird dann vermessen, und der Schweregrad der Skoliose anhand einer Skala bestimmt. Üblicherweise wird eine Krümmung als wesentlich eingestuft, wenn sie mehr als 25 bis 30 Grad beträgt. Krümmungen, die über 45 bis 50 Grad hinausgehen, gelten als schwer.
Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.