Therapiemöglichkeiten bei einer schlaffen Blase (Retention, Harnverhalt)

Für die Behandlung einer schlaffen Blase (Retention, Harnverhalt) und anderen Blasenproblemen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Eine davon ist die innovative Interstim®-Therapie von Medtronic, die seit 1994 bei weltweit mehr als 175.000 Patienten angewandt wurde. Wenn andere Behandlungsformen bei Ihnen nicht zum Erfolg geführt haben oder Sie unter den Nebenwirkungen leiden, dann kann Ihnen die InterStim®-Therapie möglicherweise helfen.

Änderungen der Lebensweise

Manche Patienten gelangen durch einfache Veränderungen ihrer Lebensgewohnheiten zu einer Linderung der Symptome einer schlaffen Blase:

  • Bei der sogenannten Mehrfachmiktion warten Sie nach dem Wasserlassen kurz und versuchen dann, erneut Wasser zu lassen.
  • Biofeedback kann Sie dabei unterstützen, rechtzeitig festzustellen, wann ein Toilettengang angebracht ist. Auf diese Weise kann eine Überfüllung der Blase verhindert werden.
  • Blasentraining und Übungen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur unterstützen die Funktion der an der Blasenleerung beteiligten Nerven und Muskeln.

Arzneimittel

Möglicherweise verordnet Ihnen Ihr Arzt Arzneimittel, die eine Linderung der Symptome Ihrer Blasenentleerungsstörungen herbeiführen können. Bei der Behandlung des Harnverhalts können verschiedene Arzneimittel eingesetzt werden. Manche dieser Arzneimittel wirken auf den Blasenmuskel (Detrusor). Andere dienen zur Behandlung der Ursache für die Blasenentleerungsstörung (z.B. Prostatavergrößerung).

Sakrale Neuromodulation

Bei Patienten, bei denen herkömmliche Behandlungsformen nicht den gewünschten Erfolg bringen, kann der Arzt auch die sakrale Neuromodulation (InterStim-Therapie) empfehlen. Diese reversible Behandlung basiert auf einem kleinen Schrittmacher, der in den Körper eingesetzt wird und zur Symptomlinderung schwache elektrische Impulse an die Sakralnerven abgibt. Die sakrale Neuromodulation kann bei der nicht-obstruktiven Retention aufgrund einer schlaffen Blase eingesetzt werden.

Katheterisierung

Ein Katheter ist ein flexibler Schlauch, der in Ihre Blase eingeführt wird, um den Harn ableiten zu können. Bei neurogenen Blasenentleerungsstörungen kommt hauptsächlich der sterile Selbstkatherismus (ISK) zum Einsatz. Mithilfe eines sterilen Katheters entleert der Patient mehrmals am Tag die Blase.

Bei hohen Restharnmengen werden auch Dauerkatheter (transurethraler Verweilkatheter oder suprabubischer Blasenkatheter) eingesetzt.

Thermische Ablation

Wenn Sie ein Mann, über 50 Jahre alt sowie von einer gutartigen Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie - BPH) betroffen sind und durch Arzneimittel keine Linderung erfahren, kann Ihr Arzt eine Radiofrequenz (RF)-Ablation mit dem Prostiva®-System (TUNA) in Erwägung ziehen. Bei dieser minimalinvasiven Behandlung wird schwache Radiofrequenz-Energie über zwei Nadeln direkt an die Prostata abgegeben. Auf diese Weise werden Teile des Prostatagewebes zerstört. Die Symptome Ihrer Blasenentleerungsstörung können dadurch gelindert werden.

Irreversible chirurgische Eingriffe

Wenn Sie von einer ausgeprägten benignen Prostatahyperplasie (BPH) betroffen sind, kann ein operativer Eingriff zur Verkleinerung der Prostata Ihnen möglicherweise helfen. Ist die Ursache Ihres Harnverhalts darin zu sehen, dass Ihre Harnröhre durch die Prostata eingeklemmt wird, kann dieser Eingriff dazu beitragen, dass sich Ihre Harnröhre wieder weitet und dass Ihre Symptome nachlassen.

 

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 17-03-2015

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