Rückenmarksverletzungen und -krankheiten

Das Leben mit einer Rückenmarksverletzung oder -krankheit ist auch ohne weitere Symptome wie Spastiken mit angespannten Muskeln, die den Alltag zusätzlich erschweren, schwer genug. Daher hat Medtronic eine spezielle Behandlung entwickelt.

Definition

Eine Rückenmarkverletzung ist eine Schädigung des Rückenmarks durch ein stumpfes oder penetrierendes Trauma.

Ursachen

Eine Rückenmarksverletzung ist im Allgemeinen die Folge eines Unfalls (z.B. Verkehrsunfall, Sturz, Sportverletzung) oder einer Gewalttat wie einer Schusswunde. 2,3 Sie kann jedoch auch durch Operationskomplikationen oder durch eine Erkrankung hervorgerufen werden (z.B. Polio, Spina bifida, Friedreich-Ataxie).4

Risikofaktoren

Eine Rückenmarkverletzung kann jeden treffen. Allerdings ist das Risiko für folgende Gruppen größer:2,3

  • Männer – 80 % aller Überlebenden einer Rückenmarkverletzung sind Männer
  • Junge Erwachsene – Über die Hälfte aller Rückenmarkverletzungen kommen bei Menschen im Alter von 16-30 Jahren vor.
  • Ältere Menschen – Im Allgemeinen durch Stürze
  • Sportlich aktive Personen – Insbesondere Risikosportarten
  • Menschen mit Knochen- oder Gelenkerkrankungen – Beispiel: Arthrose, Osteoporose

Symptome

Eine Rückenmarkverletzung kann auch dann zum Funktionsverlust führen, wenn das Rückenmark nicht durchtrennt wurde. Bei den meisten Menschen mit einer Funktionsstörung aufgrund einer Rückenmarkverletzung ist das Rückenmark noch intakt.4

Symptome einer möglichen Rückenmarkverletzung:3

  • Extreme Schmerzen oder Druck im Nacken, Kopf oder Rücken
  • Kribbeln oder Gefühlsverlust in Händen, Fingern, Füßen oder Zehen
  • Partieller oder kompletter Kontrollverlust über einen Körperteil
  • Harn- oder Stuhldrang, -inkontinenz oder -verhalt
  • Gleichgewichts- oder Gangstörungen
  • Abnorme, streifenartige Empfindungen in der Brust (Schmerzen, Druckgefühl)
  • Atemnot
  • Ungewöhnliche Schwellungen an Kopf oder Wirbelsäule

Studien haben außerdem ergeben, dass die meisten Überlebenden von Rückenmarkverletzungen mindestens ein weiteres verletzungsbedingtes Problem haben. Hierzu zählen:1

  • Spastik
  • Adipositas (Übergewicht)
  • Schmerzen
  • Harnwegsinfekt
  • Druckgeschwüre

Diagnostik

Eine Rückenmarkverletzung wird in der Regel zunächst durch einen Funktionsverlust unterhalb der Verletzungsstelle sowie durch andere Symptome einer Rückenmarkverletzung diagnostiziert.

Wenn Ihr Arzt eine Rückenmarkverletzung vermutet, wird er/sie folgende Maßnahmen treffen:

  • Durchführung einer vollständigen körperlichen Untersuchung
  • Erhebung einer detaillierten medizinischen Anamnese
  • Durchführung von speziellen Untersuchungen

Spastik aufgrund einer Rückenmarkverletzung

Eine Spastik wird durch eine Schädigung oder Verletzung des Teils des zentralen Nervensystems (Gehirn oder Rückenmark) verursacht, der die willkürlichen Bewegungen des Körpers steuert. Diese Schädigung unterbricht wichtige Signale zwischen dem Nervensystem und den Muskeln und führt zu einer Veränderung des Signalgleichgewichts, die wiederum eine vermehrte Aktivität der Muskeln (Spasmen) zur Folge hat.

Eine Spastik beeinflusst Bewegungen, Körperhaltung und Gleichgewicht. Sie kann die Bewegungsfähigkeit, die Bewegung einer oder mehrerer Extremitäten oder einer Körperhälfte beeinträchtigen. Manchmal ist die Spastik so stark, dass sie Alltagstätigkeiten, Schlaf und Pflege erheblich erschwert. In bestimmten Situationen kann der Kontrollverlust für die Person gefährlich werden.

Quellenangaben

  1. Anson C, Shepherd C. Incidence of secondary complications in spinal cord injury. Int J Rehabil Research 1996;19:55-66.
  2. The Mayo Clinic. Spinal Cord Injury. Zu finden unter www.mayoclinic.com. Zugriff am 18.07.2008.
  3. American Association of Neurological Surgeons. Spinal Cord Injury. Zu finden unter www.neurosurgerytoday.org. Zugriff am 05.04.2008.
  4. National Spinal Cord Injury Association. Spinal Cord 101. Zu finden unter: www.spinalinjury.net. Zugriff am 05.04.2008.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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