Die Implantation einer SynchroMed® II Pumpe - Vorbereitung und Ablauf

Was kommt auf Sie zu?

Die Implantation einer Pumpe von Medtronic dauert, je nach Operationstechnik und Vorgehensweise, ca. 1 bis 2 Stunden. Ihr Arzt kann Ihnen spezielle Fragen über den Eingriff erläutern.

Intrathekale Arzneimittelabgabe

Detailliertere Darstellung – Intrathekale Arzneimittelinfusion

Vor dem Eingriff

Die Operation zur Implantation des programmierbaren Arzneimittelinfusionssystems SynchroMed® II von Medtronic wird ambulant durchgeführt oder erfordert u.U. einen kurzen Krankenhausaufenthalt. Vor der Operation entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt, wo die Pumpe am besten eingesetzt wird.

Während des Eingriffs

Der Eingriff erfolgt in der Regel unter Vollnarkose. Sie können allerdings auch andere Narkoseverfahren mit Ihrem Arzt besprechen. Bei der Operation wird die Pumpe im Unterbauch unter die Haut eingesetzt.

Die Pumpe wird mit einem dünnen, biegsamen Schlauch (Katheter) verbunden. Der Katheter wird unter der Haut bis in den das Rückenmark umgebenden Raum verlegt (Liquorraum), in den er das Medikament abgibt.

Nach dem Eingriff

Nach der Operation fühlt sich die Stelle, an der die Pumpe und der Katheter implantiert wurden, unangenehm gespannt an. Ihr Arzt verordnet Ihnen u.U. Medikamente gegen die Operationsschmerzen und Antibiotika zur Vorbeugung einer Infektion. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn in der Nähe der Inzision eine Schwellung, Schmerzen oder eine Rötung auftreten.

Ihr Arzt entscheidet, ob die Pumpe während oder nach der Operation gefüllt wird. Einige Ärzte empfehlen jedoch eine kurze Wartezeit, um sich von der Operation zu erholen und sich an die Pumpe zu gewöhnen.

Die Behandlung beginnt, sobald die Pumpe mit dem antispastisch wirkenden Arzneimittel gefüllt ist und dieses durch den Katheter in den Liquorraum läuft. Eventuell spüren Sie die Wirkung des Arzneimittels sofort nach der Gabe. Manchmal dauert es jedoch eine Weile, bevor man eine positive Wirkung spürt. Es kann einige Wochen oder Monate dauern, bis die optimale Dosis gefunden ist.

Komplikationsmöglichkeiten der Operation

Die ITB-Therapie kann Menschen mit starker Spastik helfen.

Zu den Komplikationsmöglichkeiten der Operation zählen:

  • Infektion
  • Meningitis
  • Liquorleck
  • Lähmung
  • Kopfschmerzen
  • Schwellungen
  • Blutung
  • Hämatom

Nebenwirkungen der Medikamente

Die Nebenwirkungen der ITB-Therapie sind in der Regel vorübergehend und lassen sich durch Dosisanpassungen beherrschen.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen:

  • Schlaffe Muskeln
  • Schläfrigkeit
  • Störungen des Magen-Darm-Traktes und Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühle

Entzugssymptomatik

Halten Sie sich bitte genau an die Anweisungen Ihres Arztes, da eine plötzliche Unterbrechung der ITB-Therapie zu folgenden schweren Symptomen (Entzugssymptomatik) führen kann:

  • Hohes Fieber
  • Bewusstseinsveränderungen
  • Muskelstarre
  • Multiorganversagen und Tod (in seltenen Fällen)

Sie müssen Ihre geplanten Auffülltermine einhalten, damit das Arzneimittel nicht knapp wird, und Sie müssen die frühen Anzeichen einer Entzugssymptomatik kennen. Hierzu zählen:

  • Zunahme oder Rückkehr der Spastik
  • Juckreiz
  • Erniedrigter Blutdruck
  • Benommenheit
  • Kribbelgefühl

Mögliche gerätebedingte Komplikationen

Nach der Implantation des Systems können u.a. folgende Komplikationen mit dem Gerät auftreten:

  • Katheter oder Pumpe können verrutschen oder sich durch die Haut drücken
  • Undichtigkeit, Riss, Abknicken oder Abrutschen des Katheters, wodurch es zu einer Unterdosierung oder Unterbrechung der Arzneimittelinfusion käme
  • Pumpenausfall, der zu einer Über- oder Unterdosierung des Arzneimittels führt

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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