Neurostimulatoren - Nutzen und Risiken

Die Neurostimulation kann die durch Ihre pAVK verursachten Schmerzen lindern und die Durchblutung verbessern. So erhalten Sie Lebensqualität zurück. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Nutzen und Risiken beim Einsatz eines Neurostimulators für die Therapie der pAVK.

Nutzen

Übliche Merkmale einer erfolgreichen Neurostimulation:

  • Ihre Schmerzen werden deutlich gelindert.1,2,3,4,5
  • Die Durchblutung der betroffenen Körperregion wird verbessert. Dies kann z.B. durch eine spezielle, nicht invasive Messung des Sauerstoffpartialdrucks (TcpO2-Messung) festgestellt werden.1,6,7,8,5
  • Sie haben eine bessere Lebensqualität und sind aktiver.3
  • Der Schweregrad der Erkrankung wird verringert.1,4,8
  • Sie benötigen weniger schmerzlindernde Medikamente.1,3,4,5

Weitere Merkmale der Neurostimulation:

  • Die Neurostimulation verursacht keine dauerhaften Veränderungen des Rückenmarks oder der Nerven.
  • Die Neurostimulation ermöglicht verschiedene Stärken der Stimulation für verschiedene Aktivitäten und Tageszeiten.
  • Die Neurostimulation ist reversibel: Ihr Arzt kann das Gerät abschalten und entfernen.
  • Teststimulation: Sie können die Therapie für kurze Zeit ausprobieren, bevor Ihnen der Neurostimulator dauerhaft eingesetzt wird.

Risiken

Ziel der Neurostimulation ist es, Ihre Schmerzen mit möglichst wenigen Nebenwirkungen zu lindern und die Durchblutung in dem von der pAVK verursachten Bereich zu verbessern. Wie mit jeder Behandlung sind allerdings auch mit der Neurostimulation Risiken verbunden.

Häufige Nebenwirkungen:

  • Die Stimulation ist durch Verrutschen der Elektrode oder aus anderen Gründen nicht möglich: Die Wirksamkeit geht verloren.
  • Die Stimulation setzt vorübergehend aus.
  • Die Stimulation erfolgt an der falschen Stelle, weil die Elektrode verrutscht ist.
  • Die Stimulation ist unangenehm oder schmerzhaft.
  • Es treten Probleme mit dem Programmiergerät oder der Datenübertragung vom Neurostimulator zum Programmiergerät auf.

Schwerwiegende Komplikationen sind seltener, jedoch nicht ausgeschlossen:

  • Die Neurostimulation erfordert eine Operation, bei der wie bei jeder Operation ein Infektionsrisiko besteht.
  • An der Implantationsstelle des Neurostimulators können sich Blut (Hämatom) oder Flüssigkeit (Serom) sammeln.
  • In seltenen Fällen kann es durch eine falsche Platzierung der Elektrode zu einer Verletzung des Rückenmarks kommen.
  • Gerätebedingte Komplikationen können eine weitere Operation notwendig machen, um Teile des Systems neu zu platzieren, zu reparieren oder auszutauschen.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 27-08-2012

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