Periphere arterielle Verschlusskrankheit – Von der Versorgung abgeschnitten

Die peripheren Gefäße versorgen außerhalb des Herzens den Körper mit Blut – das heißt, mit lebenswichtigen Nährstoffen und Sauerstoff. Kommt es durch Arteriosklerose zu Verengungen oder Verschlüssen dieser Gefäße, entsteht die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), im Volksmund auch „Schaufensterkrankheit“ genannt. Auf diesen Webseiten finden Sie Informationen zur pAVK und einigen ihrer Behandlungsmethoden: zur Ballon-Dilatation, zur Stent-Implantation und zur Neurostimulation.

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) ist der Oberbegriff für Verengungen (Stenosen) oder Verschlüsse (Okklusionen) der peripheren Gefäße, die das Blut zu Armen und Beinen (Extremitäten) des Körpers leiten. Verantwortlich für diese Gefäßschädigungen ist die Systemerkrankung Arteriosklerose. Arteriosklerose kann sich auf die gesamten Gefäße auswirken. Die Arteriosklerose entsteht, wenn sich eine wachsartige Substanz (Plaque) an der Innenseite des Gefäßes ansammelt. Dadurch verengt sich das Gefäß oder wird sogar ganz verschlossen. Die Folge der pAVK sind Durchblutungsstörungen, vor allem in den Beinen oder Füßen: Die Muskulatur ist mit Sauerstoff und Nährstoffen unterversorgt. Risikofaktoren für eine pAVK sind zum Beispiel Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Rauchen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, ungesunde Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel und Vererbung.

Schaufensterkrankheit

Bei der pAVK kommt es zu immer wiederkehrenden Beinschmerzen. Ständig müssen pAVK Patienten beim Laufen stehen bleiben. Ein Verhalten, das an einen Einkaufsbummel erinnert und daher auch „Schaufensterkrankheit“ genannt wird. Etwa fünf Millionen Deutsche leiden an einer pAVK, vor allem Menschen mit Diabetes mellitus.

Stadien der pAVK (Fontaine-Klassifizierung – benannt nach dem französischen Arzt René Fontaine)

  • Stadium I: Beschwerdefreiheit („Zufallsschmerz“)
  • Stadium II a: Die schmerzfreie Gehstrecke beträgt mehr als 200 Meter.
  • Stadium II b: Die schmerzfreie Gehstrecke beträgt weniger als 200 Meter.
  • Stadium III: Schmerzen bereits im Ruhe- und Liegezustand
  • Stadium IV: Offene Geschwüre

Wenn die pAVK zum diabetischen Fuß wird

Oft wird die pAVK erst spät erkannt, da viele Patienten die ersten Anzeichen nicht wahrnehmen. Sie gehen erst dann zum Arzt, wenn die Schmerzen stärker und die Gehstrecken immer kürzer werden. Erste Anzeichen für eine fortschreitende pAVK sind Hautverdickungen und trockene, rissige Haut. Später kommt es durch den Sauerstoffmangel zum gefährlichen Empfindungsverlust in den Füßen. Verletzungen werden nicht wahrgenommen.Vor allem Stoßverletzungen können dann unbemerkt zu weiteren Gefäßverengungen bis hin zum kompletten Verschluss führen. 

Wird die Durchblutung nicht wieder hergestellt, können zum Beispiel einzelne Zehen oder der komplette Fuß absterben. Außerdem verkümmert die Fußmuskulatur, und auch normalerweise harmlose kleine Wunden können in ernste Infektionen mit offenen Geschwüren (Ulcus) oder Wundbrand (Gangrän) ausarten. Ärzte sprechen in diesen Fällen auch vom „diabetischen Fuß“, da vor allem Diabetiker von dieser extremen Form der pAVK betroffen sind. Im Stadium „Diabetischer Fuß“ ist eine Amputation oft die einzige lebensrettende Maßnahme: Jährlich werden ca. 60.000 Zehen-, Fuß- und Unterschenkelamputationen wegen akuter Durchblutungsstörungen vorgenommen. Eine rechtzeitige, wirksame Therapie kann dies verhindern.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 27-08-2012

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