Wie läuft die Implantation des Neurostimulators ab?

Die Implantation des Systems für die Teststimulation

Für die Teststimulation ist eine minimalinvasive Operation von ungefähr einer Stunde notwendig, die in der Regel in folgenden Schritten abläuft:

  • An der Einstichstelle am Rücken werden Sie lokal betäubt.
  • Die Elektrode wird über eine hohle Nadel in den Epiduralraum (ein Bereich in der Nähe des Rückenmarks) angelegt.
  • Der Arzt führt am Rücken einen kleinen Hautschnitt durch, um die Elektroden zu fixieren.
  • Über ein Verbindungskabel werden die Elektroden an einen temporären, externen Neurostimulator angeschlossen.

Anschließend können Sie mehrere Tage lang die Wirkung testen. Werden Ihre Schmerzen erfolgreich gelindert, können Sie sich mit Ihrem Arzt für die Implantation des Neurostimulators entscheiden. Sprechen Sie mit ihm über Verhaltenstipps während der Testphase und über die Risiken des Eingriffs.

Ist die Testphase nicht erfolgreich, werden die Elektroden vorsichtig entfernt. War die Teststimulation dagegen erfolgreich und haben Sie sich gemeinsam mit Ihrem Arzt für den Neurostimulator entschieden, erfolgt in einem zweiten Eingriff die Implantation. Die Operation dauert wieder etwa eine Stunde, und möglicherweise bleiben Sie erneut für kurze Zeit im Krankenhaus. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Risiken. Lassen Sie sich außerdem darüber informieren, wieviel Zeit sie nach dem Eingriff für Ihre Erholung einplanen sollten.

Die Implantation des Neurostimulators

  • Die Elektroden der Testphase werden üblicherweise weiter verwendet.
  • Mit einem etwa 5 cm langen Schnitt legt der Arzt die Hauttasche für den Neurostimulator an (meist am Bauch). Die Elektroden werden über die Verlängerung, ein kleines, unter der Haut verlaufendes Kabel, an den Neurostimulator angeschlossen.

Nach der Implantation der Elektroden, der Verlängerungen und des Neurostimulators verschließt der Arzt den Hautschnitt. Damit ist der Eingriff beendet. Wie lange Sie nach der Operation im Krankenhaus bleiben, hängt von den Vorgaben Ihres Arztes und den Krankenhausrichtlinien ab.

 

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 27-08-2012

Section Navigation

Deutschland