Die Entscheidung für eine Shaver-gestützte Adenotomie

Ein HNO-Arzt diagnostiziert und behandelt Erkrankungen von Hals, Nase und Ohren. Er führt auch Adenotomien durch und bespricht mit Ihnen, wie die Polypen Ihres Kindes am besten zu entfernen sind.

Die Polypen können mit verschiedenen Verfahren entfernt werden. Welche der folgenden Methoden angewandt wird, hängt vom Befund bei Ihrem Kind und der vom Arzt bevorzugten Methode ab:

  • Kürette – Meistens wird die Adenotomie mit einem chirurgischen Instrument durchgeführt, das wie die Miniatur einer Gartenhacke aussieht und in der Mitte der Klinge eine Aussparung aufweist. Die Innenseite der Kürette ist sehr scharf. Der Operateur führt einen kleinen Spiegel hoch in den Rachen hinter die Nase ein, um die Polypen darzustellen. Dann positioniert er die Kürette, entfernt den Spiegel und "kratzt" die Polypen aus dem hinteren Rachenraum.
    Da der Operateur bei dieser Methode die Polypen nicht sieht, besteht die Gefahr, dass umliegendes gesundes Gewebe verletzt werden kann.
  • Saugkoagulation – Bei diesem Verfahren kommt ein Metallinstrument zu Einsatz, welches das Polypengewebe durch Hitze entfernt bzw. schrumpft. Das Verfahren ist im Allgemeinen effektiv und sicher. Das Instrument ist biegsam und kann der Form von Mund, Nase und Rachen angepasst werden.
    Dieses Verfahren erleichtert den Zugang zu den Polypen und ihre Darstellung, wodurch der Blutverlust bei der Operation reduziert werden kann. Bei der Saugkoagulation wird das Polypengewebe verbrannt. Diese Methode ist nicht sehr präzise, weil man während der Operation schwer sagen kann, ob das Gewebe vollständig entfernt wurde.
  • Shaver Technik – Dieses Verfahren wurde in den frühen 1990er Jahren entwickelt und hat gegenüber anderen Methoden (Kürette, Saugkoagulation) mehrere Vorteile. Bei ihm kommt ein Microdebrider zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein motorgetriebenes Instrument mit einem winzigen rotierenden Kopf.
    Mit dem Microdebrider kann der Operateur Gewebe präziser entfernen. Daher dauern die Eingriffe im Allgemeinen nicht lange, sind effektiver und es blutet weniger. Außerdem sieht der Operateur während der Operation die Polypen besser, sodass die Gefahr geringer ist, versehentlich zu viel Gewebe zu entfernen oder umliegendes Gewebe zu verletzen.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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