Was ist ein Shunt?

Shunts werden seit über 50 Jahren zur Behandlung des Hydrocephalus eingesetzt. Sie leiten überschüssigen Liquor in einen anderen Körperteil ab.

Funktionsweise

Shunts bestehen in der Regel aus zwei Kathetern und einem Rückschlagventil. Die Ventile steuern Menge, Fließrichtung und Druck des Liquors in den Hirnventrikeln.

Bei zunehmendem Liquordruck im Gehirn oder Rückenmark öffnen sich die Rückschlagventile und leiten die überschüssige Flüssigkeit in die darunter liegende Höhle ab.

Im Allgemeinen wird die Flüssigkeit mit folgenden Shunt-Typen abgeleitet:

  • Ein ventrikuloperitonealer Shunt leitet die Flüssigkeit aus den Ventrikeln in die Bauchhöhle ab.
  • Ein lumboperitonealer Shunt leitet die Flüssigkeit aus dem unteren Rücken in die Bauchhöhle ab.

Liquorventile mit festem und einstellbarem Druck

Es gibt verschiedene Arten von Shuntventilen. Die beiden häufigsten sind:

Ventile mit festem Druck und Anti-Siphon-Ventil

Ventile mit festem Druck und Anti-Siphon-Ventil

Ventile mit einstellbarem Druck und Anti-Siphon-Ventil

Ventile mit einstellbarem Druck und Anti-Siphon-Ventil

 

  • Ventile mit festem Druck – Sie regulieren den Liquorfluss anhand eines voreingestellten Druckwerts
  • Einstellbare Ventile – Diese Ventile können mittels Magnetvorrichtungen nach dem Eingriff nichtinvasiv auf verschiedene Druckwerte eingestellt werden

Beide Ventiltypen können eine zusätzliche Schutzvorrichtung vor einem zu starken Abfluss in Form eines Anti-Siphon-Ventils enthalten. Zweck dieser Vorrichtung ist es, einen zu starken Abfluss durch die Schwerkraft in aufrechter Position zu verhindern.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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