Shunts – Nutzen der Therapie

Durch die Implantation eines Shunts können Menschen mit einem Normaldruck-Hydrocephalus im Allgemeinen ein normaleres Leben führen. Wie bei jeder Operation ist der Eingriff jedoch mit bestimmten Risiken verbunden.

Ein Hydrocephalus lässt sich derzeit zwar nicht heilen, jedoch kann ein Shunt einige Symptome der Erkrankung lindern.

Nutzen

Ein Shunt leitet Liquor aus dem zentralen Nervensystem in eine andere Körperpartie um. Hierdurch können sich die vergrößerten Hirnventrikel wieder auf Normalgröße verkleinern, wodurch sich die Symptome des Hydrocephalus zurückbilden sollen. Am häufigsten erfolgt eine Linderung von Gangstörungen, während die Linderung der Demenz oft weniger drastisch ausfällt.

Die Shunt-Operation dauert im Allgemeinen weniger als eine Stunde.

Zweck eines Shunts:

  • Regulierung von Menge, Fließrichtung und Druck des Liquors in den Hirnventrikeln oder im lumbalen Liquorraum.
  • Einfache Möglichkeit der Entnahme von Liquor für medizinisches Fachpersonal (bei vorhandenem Ventilreservoir)

Risiken

Im Gegensatz zu den meisten chirurgischen Eingriffen, bei denen das Risiko während des Eingriffs selbst am größten ist, treten mögliche Probleme in Zusammenhang mit dem Shunt in der Regel später auf.

Die häufigsten Komplikationen bei der Shunteinlage wegen eines Normaldruck-Hydrocephalus sind Infektionen und subdurale Hämatome aufgrund eines zu starken Abflusses von Liquor.

Infektion

Bei allen Operationen besteht insbesondere dann ein Infektionsrisiko, wenn ein Fremdkörper wie ein Shunt implantiert wird. Unbehandelt kann eine Infektion zum Aufreißen der Wunde oder zu einer systemischen Infektion mit Schüttelfrost und hohem Fieber führen.

Eine Infektion erfordert in der Regel eine Entfernung des Shunts. Manchmal kann man die Infektion durch eine intensive Antibiotikum-Therapie beherrschen, ohne den Shunt entfernen zu müssen.

Zu den Symptomen einer Infektion zählen eine ungewöhnliche Rötung oder Schwellung der Wunden im Verlauf des Shunts.

Subdurales Hämatom (Blutgerinnsel)

Ein shuntbedingtes Hämatom kann in Folge eines Sturzes auch dann auftreten, wenn keine offensichtlichen Verletzungszeichen vorliegen.

Im Zusammenhang mit einem subduralen Hämatom können unterschiedliche Symptome auftreten. Hierzu zählen:

  • Kopfschmerzen
  • Lähmung
  • Koma

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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