Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, die Millionen Menschen weltweit betrifft. Die meisten Menschen sind zwar nicht sehr stark eingschränkt, aber bei über der Hälfte der Erkrankten tritt eine Spastik auf, die sie im Alltag behindert. Medtronic hat eine spezielle Technologie entwickelt, um die schwere, ausgeprägte Spastik bei  Patienten zu lindern.

Von den geschätzten 140.000 Menschen mit Multipler Sklerose in Deutschland und 2,5 Millionen weltweit1 leidet über die Hälfte unter einer Spastik.2 Wenn Sie im Zusammenhang mit der Multiplen Sklerose unter einer starken Spastik leiden und bei Ihnen eine erfolgreiche Testbehandlung dürchgeführt wurde, kann unsere Behandlung Ihnen helfen, wieder Ihre ehemalige Lebensqualität zurückzugewinnen.

Definition

Die Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (Gehirn oder Rückenmark).

Ursachen

Die genaue Ursache der Multiplen Sklerose ist nicht bekannt. Man nimmt an, dass es sich um eine Autoimmunkrankheit handelt, die das körpereigene Myelin (Markscheide) angreift. Hierbei handelt es sich um Fettgewebe, das den Nervenfasern bei der Weiterleitung von elektrischen Impulsen hilft.1

Risikofaktoren

Wissenschaftler kennen die Ursachen der Multiplen Sklerose nicht. Die meisten sind sich jedoch einig, dass mehrere Faktoren wie Genetik, Geschlecht und Umweltauslöser beteiligt sind (mögliche Auslöser sind u.a. Viren, Schwermetalle (Toxikologie) und Verletzungen).1

Symptome

Die Symptome der Multiplen Sklerose sind unberechenbar und sehr vielfältig. Bei über der Hälfte der Menschen mit multipler Sklerose tritt jedoch eine Spastik auf:2

  • bei 34 % beeinträchtigt die Spastik den Alltag
  • 17 % berichteten, dass die Spastik häufig die Aktivitäten beeinträchtigt
  • 13 % geben an, die Alltagstätigkeiten aufgrund der Spastik ändern zu müssen
  • 4 % berichteten, dass die Spastik Alltagstätigkeiten verhindert

Diagnostik

Es werden verschiedene Untersuchungen und Verfahren eingesetzt, um die Multiple Sklerose zu diagnostizieren. Hierzu zählen eine vollständige Anamnese, die Funktionsprüfung des Nervensystems und diagnostische Tests und Verfahren.

Die Multiple Sklerose wird durch zwei wesentliche Zeichen diagnostiziert:1

  • Auftreten der Erkrankung an zwei verschiedenen Teilen des Nervensystems
  • Nachweis von mindestens zwei separaten Erkrankungsherden

Verläufe der Multiplen Sklerose

Ihr Arzt kann bei Ihnen einen von vielen unterschiedlichen Typen der Multiplen Sklerose diagnostizieren. Seit 1996 wird die Erkrankung wie folgt eingeteilt:1

  • Schubförmig - wiederkehrend - remittierend (sehr häufig als Ausgangsdiagnose)
  • Primär progredient - Behinderung schreiten schleichend, aber stetig fort (relativ selten)
  • Sekundär progredient (bei der Hälfte aller Patienten geht die schubförmig remittierende Form innerhalb von 10 Jahren in diese Form über)
  • Progredient remittierend (relativ selten)

Die Multiple Sklerose tritt am häufigsten bei Erwachsenen auf, kommt jedoch auch bei Kindern und Jugendlichen vor.1

Spastik bei Multipler Sklerose

Eine Spastik wird durch eine Schädigung oder Verletzung des Teils des zentralen Nervensystems (Gehirn oder Rückenmark) verursacht, der die willkürlichen Bewegungen des Körpers steuert. Diese Schädigung unterbricht wichtige Signale zwischen dem Nervensystem und den Muskeln und führt zu einer Veränderung des Signalgleichgewichts, die wiederum eine vermehrte Aktivität der Muskeln (Spasmen) zur Folge hat.

Eine Spastik kann Bewegungen, Körperhaltung und Gleichgewicht erschweren. Sie kann die Bewegungsfähigkeit, die Bewegung einer oder mehrerer Extremitäten oder einer Körperhälfte beeinträchtigen. Manchmal ist die Spastik so stark, dass sie Alltagstätigkeiten, Schlaf und Pflege beeinträchtigt. In bestimmten Situationen kann der Kontrollverlust für die Person gefährlich werden.

Quellenangaben

  1. National MS Society. MS The Disease. Zu finden unter www.nationalmssociety.org. Zugriff am 05.04.2008.
  2. Rizzo MA et al. Prevalence and treatment of spasticity reported by multiple sclerosis patients. Multiple Sclerosis. 2004; 10: 589-95.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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