Was ist die Meniett-Therapie?

Die unvorhersehbaren Schwindelattacken der Menière-Krankheit können Alltagstätigkeiten erheblich erschweren. Die Meniett®-Therapie kann den Schwindel lindern, sodass Sie wieder ein normales Leben führen können.

Das Meniett-Gerät gibt über einen speziellen Ohrstöpsel und ein Paukenröhrchen Luftdruckimpulse ins Mittelohr ab. So kann sich der Flüssigkeitsdruck im Innenohr reduzieren.

Detailliertere Darstellung – Das Meniett-Gerät gibt über einen speziellen Ohrstöpsel Luftdruckimpulse ab. Diese gelangen über ein kleines Paukenröhrchen ins Mittelohr und können dort dazu beitragen, den Flüssigkeitsdruck im Innenohr zu reduzieren.

Das Meniett-Gerät gibt über einen Ohrstöpsel und ein Röhrchen im Trommelfell Niederdruckimpulse an das Innenohr ab. Diese Behandlungsform wurde nach langjähriger Erforschung der Auswirkungen von Druck auf das Innenohr entwickelt.

Bei der Untersuchung von Tauchern und Piloten fanden Wissenschaftler heraus, dass Luftdruckänderungen häufig Schwindel verursachten.1,2 Sie gingen davon aus, dass Luftdruckänderungen nicht nur Schwindel verursachen, sondern ihn bei Patienten mit Menière-Krankheit auch beseitigen könnten.

1976 wurden die ersten Patienten mit Menière-Krankheit mit Luftdruckänderungen behandelt. Während sich die Patienten in einer großen Metallröhre aufhielten (Überdruckkammer) wurde der Luftdruck langsam verändert.3 Die Behandlung führte zu einer Linderung der Symptome, war jedoch nicht sehr praktisch. In den 1990er Jahren entwickelten Wissenschaftler mit dem Meniett-Gerät eine tragbare, kompakte Form der Drucktherapie.

Das Meniett-Gerät gibt über einen speziellen Ohrstöpsel Luftdruckimpulse ab.

Die American Academy of Otolaryngology (Organisation von HNO-Spezialisten) hat eine medizinische Literaturrecherche über den Einsatz der Niederdrucktherapie bei der Menière-Krankheit durchgeführt und festgestellt, dass die Niederdrucktherapie wie beispielsweise mit dem Meniett-Gerät einigen Patienten hilft. Die Spezialisten sind der Meinung, dass diese Behandlung in bestimmten Fällen bei der Menière-Krankheit eingesetzt werden sollte. Dies gilt insbesondere, wenn die medikamentöse Behandlung nicht angeschlagen hat.5

Funktionsweise des Meniett-Geräts

Wissenschaftler vermuten, dass die Druckimpulse einen Fluss der Flüssigkeit im Innenohr bewirken. Dies kann dazu beitragen, die Flüssigkeit und den Druck zu reduzieren, von denen man annimmt, dass sie die Symptome der Menière-Krankheit auslösen.

Da das Innenohr ständig Flüssigkeit produziert, baut sich der Druck auch nach der Meniett-Therapie langsam wieder auf. Daher muss die Meniett-Therapie regelmäßig wiederholt werden.

Quellenangaben

  1. Lundgren CEG. Alternobaric vertigo – a diving hazard. Br Med J. 1965;2:511-3.
  2. Tjernström Ö. Alternobaric vertigo. An experimental study in man of vertigo due to atmospheric pressure changes. Dissertation, Malmö General Hospital. 1974.
  3. Ingelstedt S., Ivarsson A., Tjernström Ö., Immediate relief of symptoms during acute attacks of Ménière's disease, using a pressure chamber. Acta Otolaryngol. Stockh. 1976; 82(5-6): 368-378.
  4. Younger, R., N.S. Longridge, and I. Mekjavic. Effect of reduced atmospheric pressure on patients with fluctuating hearing loss due to Ménière’s disease. J Otolaryngology 1984; 13: 76-82.
  5. American Academy of Otolaryngology – Head and Neck Surgery (AAO-HNS) Committee on Equilibrium policy statement. AAO-HNS position on micropressure therapy. Veröffentlicht im März 2008.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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