Was sind Ballon-Angioplastie und Stent-Implantation?

Bereits seit über einem Jahrzehnt werden Stents zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit (KHK) verwendet, um eine Koronararterie nach einer Angioplastie offen zu halten und den Blutfluss zu gewährleisten. Über 2 Millionen Menschen bekommen jedes Jahr einen Stent.

Stenting ist ein minimalinvasiver Eingriff, bei dem ein Stent und ein Ballon benutzt werden, um bei einer Herzerkrankung die Plaqueablagerungen in einer Koronararterie zusammenzudrücken.

Ein Koronarstent ist eine kleine Gitternetzröhre aus medizinischem Metall

Ein Koronarstent ist eine kleine Gitternetzröhre aus medizinischem Metall.

Ein Koronarstent ist eine kleine, dehnbare Gitternetzröhre aus medizinischem Edelstahl oder einer Kobalt-Legierung. Stents können zur Reduzierung wiederkehrender Blockaden oder Verengungen nach einer Angioplastie eingesetzt werden. Nachdem der Stent implantiert ist, verbleibt er in Ihrer Arterie.

Stentimplantation

Der Stent ist auf einem kleinen Ballon befestigt, der wie bei jeder Angioplastie in der Arterie aufgedehnt wird, um den Plaque zusammenzudrücken und den Blutfluss wiederherzustellen. Nachdem der Plaque gegen die Arterienwand gedrückt wurde, entfaltet sich der Stent an dieser Position und dient als eine Art Gerüst in der Arterie. Der Ballon wird wieder entlastet und entfernt. Der Stent verbleibt in der Koronararterie des Patienten, um das Blutgefäß offenzuhalten. Bei einigen Patienten ist es je nach Länge der Blockade erforderlich, mehrere Stents in der Koronararterie zu implantieren.

Das Stenting hat gegenüber einer reinen Angioplastie den Vorteil, dass der implantierte Stent eine dauerhafte strukturelle Unterstützung bietet, um eine erneute Verengung der Koronararterie zu verhindern (auch Restenose genannt). Allerdings kann eine Restenose auch mit einem Stent auftreten.

Medikamentenfreisetzende Stents

Neben der strukturellen Unterstützung der Koronararterie sind neuere Stents mit einem Medikament beschichtet, das ebenfalls dazu beiträgt, die erneute Verengung der Arterie zu verhindern.

Sowohl unbeschichtete Stents (sogenannte „Bare-Metal-Stents“) als auch beschichtete (medikamentenfreisetzende) Stents können zur Behandlung der Koronararterien eingesetzt werden.

Es hängt von den Eigenschaften des einzelnen Patienten ab, ob der Arzt sich für einen medikamentenfreisetzenden Stent entscheidet, der langfristig effektiver bei der Offenhaltung der Arterie ist.

Zwar haben sich Stents als sichere und wirksame Behandlungsmethode erwiesen, aber in seltenen Fällen kann ihr Einsatz zu einer sogenannten Stentthrombose führen. Eine Stentthrombose ist ein Blutgerinnsel, das nach einer Stentimplantation entsteht. Bei einem geringen Anteil von Patienten mit einem Stent können die Blutkörperchen sich zu einem kleinen Gerinnsel verklumpen, auch Thrombus genannt. Ein Blutgerinnsel kann den freien Blutfluss durch die Arterie blockieren und einen Herzinfarkt verursachen oder sogar zum Tode führen. Die Stentthrombose kann bei Patienten mit Bare-Metal-Stents und mit medikamentenfreisetzenden Stents auftreten. Wissenschaftler erforschen gerade, ob für bestimmte medikamentenbeschichtete Stents ein höheres Risiko für eine Stentthrombose besteht.

Sie können am meisten zur Verhinderung einer Stentthrombose beitragen, indem Sie die von Ihrem Kardiologen verschriebenen Arzneimittel gegen die Blutgerinnselbildung regelmäßig einnehmen. Dies nennt man auch duale Antiplättchen-Therapie (Aspirin mit Clopidogrel oder Ticlopidin). Es ist sehr wichtig, dass Sie diese Arzneimittel so lange einnehmen, bis Ihr Kardiologe sie absetzt.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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