Koronare Herzkrankheit

Eine blockierte Koronararterie kann zu einem Herzinfarkt führen. In Europa ist die koronare Herzkrankheit eine häufige Todesursache bei Männern und Frauen. Produkte von Medtronic können Schutz bei dieser lebensbedrohlichen Erkrankung bieten.

Definition

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist ein Herzleiden, durch das eine Unterversorgung des Herzmuskels mit Blut entsteht, was zu Schäden am Herzen führt. Die englischen Abkürzungen CAD (Coronary Artery Disease) oder CHD (Coronary Heart Disease) werden auch im Deutschen häufig zur Bezeichnung der KHK verwendet. Millionen von Menschen in Europa leiden unter einer koronaren Herzkrankheit.

Ursache

Die koronare Herzkrankheit entsteht durch die Ablagerung fettiger, wachsartiger Substanzen an den Innenwänden der Arterien. Diese Ablagerungen bestehen aus Cholesterin, Kalzium und anderen Substanzen aus dem Blut. Man nennt diese Ablagerungen „atherosklerotisches Plaque“ oder kurz „Plaque“. Plaque kann die Koronararterien verstopfen und sie steif und uneben machen. Dies wird allgemein als Arterienverhärtung bezeichnet. Eine Arterie kann an einer oder vielen Stellen blockiert sein; die Blockaden können an verschiedenen Stellen auftreten und unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Die Ablagerungen führen zu einer langsamen Verengung der Koronararterien, wodurch das Herz mit immer weniger Blut und Sauerstoff versorgt wird. Dieser verminderte Blutfluss kann zu Schmerzen im Brustkorb (Angina), Kurzatmigkeit oder anderen Symptomen führen. Die vollständige Blockade einer Koronararterie kann einen Herzinfarkt auslösen.

Symptome

Die koronare Herzkrankheit (blockierte Arterien) kann sich über viele Jahre entwickeln. Symptome verspürt man meistens erst, wenn die Blockade schwerwiegend und lebensbedrohlich wird. Häufig werden die ersten Symptome bei größeren Anstrengungen für das Herz wahrgenommen, beispielsweise beim Sport. Aber die Symptome können auch im Ruhezustand ohne jegliche körperliche Aktivität auftreten.

Die Symptome der koronaren Herzkrankheit sind bei jedem Menschen anders, aber typische Symptome sind:

  • Beschwerden oder Schmerzen im Brustkorb (Angina)
  • Kurzatmigkeit
  • Extreme Erschöpfung bei Bewegung
  • Anschwellen der Füße
  • Schmerzen in Schulter oder Arm
  • Bei Frauen können auch atypische Brustschmerzen auftreten. Dies können flüchtige oder heftige Schmerzen sein, die in Bauch, Rücken oder Arm wahrgenommen werden.

Bei Frauen treten in einigen Fällen auch andere Anzeichen für einen drohenden Herzinfarkt auf wie Übelkeit und Rücken- oder Kieferschmerzen. In einigen Fällen kommt es ohne offensichtliche Anzeichen oder Symptome zu einem Herzinfarkt.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Symptome einer koronaren Herzkrankheit verspüren. Wenn Sie das Gefühl haben, einen Herzinfarkt zu erleiden, holen Sie sofort medizinische Hilfe.

Risikofaktoren

Eine gewisse Verhärtung der Arterien ist mit zunehmendem Alter ganz natürlich. Aber bestimmte Risikofaktoren können diesen Prozess beschleunigen:

  • Alter (tendenziell über 45 Jahre bei Männern und über 55 Jahre bei Frauen)
  • Herzleiden in der Familiengeschichte
  • Rauchen
  • Hoher Blutdruck
  • Hoher LDL-Cholesterinspiegel („schlechtes“ Cholesterin) und niedriger HDL-Cholesterinspiegel („gutes“ Cholesterin)
  • Bestimmte Erkrankungen wie Diabetes
  • Übergewicht oder Fettleibigkeit
  • Bewegungsmangel
  • Bestimmte Arten der Bestrahlungstherapie der Brust
  • Stress

Bei Männern ist das Risiko für eine koronare Herzkrankheit höher als bei Frauen. Das Risiko für Frauen erhöht sich nach der Menopause.

Diagnostik

Wenn Ihr Arzt bei Ihnen eine koronare Herzkrankheit vermutet, wird er Sie zu einem Kardiologen überweisen, einem Spezialisten für Herz- und Gefäßprobleme.

Zur Diagnosestellung wird Ihr Arzt Sie über Ihre Symptome, Ihre Krankengeschichte und die Risikofaktoren befragen. Basierend auf Ihren Antworten wird Ihr Arzt Sie einigen Tests und Untersuchungen unterziehen, um den Zustand Ihrer Arterien zu prüfen. Zu den üblichen Untersuchungen gehören:

  • Elektrokardiogramm (EKG)
  • Echokardiogramm (ECHO)
  • Belastungs-EKG
  • Szintigramm/Belastungs-Szintigramm
  • Elektronenstrahl-Computertomografie (EBCT)
  • Magnetresonanzangiografie (MRA)
  • Koronarangiografie
  • Intravaskulärer Ultraschall (IVUS)
  • Röntgen
  • Blutuntersuchungen
  • Computertomographie-Angiografie

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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