Ein Hydrocephalus lässt sich derzeit zwar nicht heilen, jedoch kann ein Shunt, beispielsweise von Medtronic, einige Symptome der Erkrankung lindern.
Ein Shunt leitet Liquor aus dem Nervensystem in eine andere Körperpartie um. Hierdurch können sich die vergrößerten Hirnventrikel wieder auf Normalgröße verkleinern, wodurch sich die Symptome des Hydrocephalus zurückbilden sollen.
Zweck eines Shunts:
Im Gegensatz zu den meisten chirurgischen Eingriffen, bei denen das Risiko während des Eingriffs selbst am größten ist, treten mögliche Probleme in Zusammenhang mit dem Shunt in der Regel später auf.
Die häufigsten Komplikationen bei der Shunteinlage sind Blockierung, Infektion und zu starker Abfluss von Liquor.
Eine Blockierung ist die häufigste Shunt-Komplikation. Die Blockierung kann an jedem Punkt des Shunts auftreten und ruft Anzeichen und Symptome eines erhöhten Hirndrucks hervor. Die Symptomatik hängt von dem Ausmaß der Blockierung und dem Alter der Person ab.
Mögliche Symptome einer Blockierung:
Wenn jemand verwirrt ist, langsam reagiert oder komatös wird, ist eventuell eine Notaufnahme ins Krankenhaus erforderlich. Ein Neurochirurg wird Untersuchungen durchführen, um die Art der Blockierung herauszufinden. Eventuell wird der blockierte Teil des Shunts entfernt oder ersetzt.
Bei allen Operationen besteht insbesondere dann ein Infektionsrisiko, wenn ein Fremdkörper wie ein Shunt implantiert wird. Unbehandelt kann eine Infektion zum Aufreißen der Wunde oder zu einer systemischen Infektion mit Schüttelfrost und hohem Fieber führen.
Eine Infektion erfordert in der Regel eine Entfernung des Shunts. Manchmal kann man die Infektion durch eine intensive Antibiotikum-Therapie beherrschen, ohne den Shunt entfernen zu müssen.
Zu den Symptomen einer Infektion zählen eine ungewöhnliche Rötung oder Schwellung der Wunden oder im Verlauf des Shunts.
Zu einem zu starken Abfluss kommt es im Allgemeinen dann, wenn durch die Schwerkraft in aufrechter Position zu viel Flüssigkeit aus den Ventrikeln fließt.
Mögliche Symptome eines zu starken Abflusses:
Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.