Der Hydrocephalus

Eines von 1000 Babys wird mit einem Hydrocephalus geboren. Bei dieser Erkrankung sammelt sich zu viel Gehirn- und Rückenmarkflüssigkeit in den Hirnventrikeln. Mögliche Symptome sind Erbrechen, Lethargie, Kopfschmerzen, ein vergrößerter Kopf und Krampfanfälle. Die Krankheit ist unheilbar. Die Implantation eines Shunts von Medtronic lindert die Symptome spürbar.

Definition

Der Begriff "Hydrocephalus" stammt von den beiden griechischen Wörtern Hydro (Wasser) und Kephale (Kopf) ab. Gelegentlich bezeichnet man einen Hydrocephalus noch immer als "Wasser im Gehirn". Beim Hydrocephalus sammelt sich zu viel Liquor in den Höhlen des Gehirns, die man als "Ventrikel" bezeichnet.

Ursachen und Formen des Hydrocephalus

Unter normalen Bedingungen besteht ein empfindliches Gleichgewicht zwischen der Menge an produziertem, zirkulierendem und resorbiertem Liquor in den Hirnventrikeln.

Ein Hydrocephalus ist die Folge eines Verteilungsungleichgewichts von Liquor. Es gibt drei Formen des Hydrocephalus:

  • Hydrocephalus ohne Verbindung (H. occlusivus) – Liegt vor, wenn Liquor im Ventrikelsystem blockiert ist
  • Hydrocephalus mit Verbindung (H. communicans) – Liegt vor, wenn die Resorption von Liquor gestört ist
  • Normaldruck-Hydrocephalus (NPH) – Erhöhte Liquormenge in den Hirnventrikeln ohne oder nur mit geringer Druckerhöhung im Kopf; am häufigsten bei Erwachsenen über 60 Jahren anzutreffen

Sowohl der Hydrocephalus mit Verbindung als auch der ohne Verbindung können "angeboren" (vor oder bei der Geburt vorhanden) oder "erworben" (nach der Geburt durch Trauma oder Krankheit verursacht) sein.

Symptome

Bei Kindern sind die Schädelknochen noch nicht verschlossen, sodass ein Hydrocephalus auffallen kann. Der Kopf des Kindes wird größer, und die Fontanelle (weicher Punkt) kann sich anspannen oder vorwölben. Die Haut kann dünn und glänzend und die Venen der Kopfhaut können gefüllt oder gestaut aussehen.

Mögliche Symptome:

  • Erbrechen
  • Schlechte Nahrungsaufnahme
  • Teilnahmslosigkeit
  • Reizbarkeit
  • Ständig nach unten gerichteter Blick
  • Gelegentliche Krampfanfälle

Bei älteren Kindern und Erwachsenen sind die Schädelknochen geschlossen. Bei ihnen treten durch die Vergrößerung der Ventrikel aufgrund des überschüssigen Liquors, der eine Kompression des Hirngewebes verursacht, Hirndrucksymptome auf.

Zu den Symptomen zählen unter anderem:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Sehstörungen
  • Koordinationsstörungen
  • Persönlichkeitsveränderungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Lethargie

Die Anzeichen und Symptome eines erhöhten Hirndrucks können sich mit der Zeit verändern, da die Schädelnähte (Verbindungen zwischen den einzelnen Schädelknochen) sich beim Kind zu schließen beginnen und bei älteren Kindern ganz geschlossen sind.

Diagnostik

Es gibt verschiedene Untersuchungen, um einen Hydrocephalus zu diagnostizieren. Diese Untersuchungen können auch zur Beurteilung eines Shunts bei einer Funktionsstörung oder Infektion herangezogen werden.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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