Leben mit einem Neurostimulator

Zwei von drei mit der Medtronic DBS Therapie behandelte Patienten spüren eine Verbesserung.  Dies belegt eine aktuelle Studie.1 Demnach verringert sich bei 69 Prozent der Tremor. Oft muss das System zunächst mehrfach neu angepasst werden. Sobald die individuellen Einstellungen gefunden sind, lassen sich erste Behandlungserfolge schnell feststellen.

Die DBS Therapie im Alltag

Folgende Richtlinien für die Medtronic DBS Therapie helfen Ihnen, maximal von der Therapie zu profitieren.

Erholung zu Hause

Nach dem Eingriff erhalten Sie vom Arzt genaue Anweisungen zur häuslichen Pflege. Dazu zählen Informationen über die Medikamente und den Zeitpunkt, an dem Sie Ihre Alltagsaktivitäten wieder aufnehmen können.

Genesung

Es kann mehrere Wochen dauern, bis Sie sich vollständig von dem operativen Eingriff erholt haben. Während die Wunden heilen, haben Sie möglicherweise Schmerzen an der Kopfhaut und an der Implantationsstelle des Neurostimulators. Sollten Sie ungewöhnliche Schmerzen verspüren, so wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Medikation

Richten Sie sich bitte nach den Anweisungen Ihres Arztes.

Alltagsaktivitäten und körperliche Betätigung

Während die Wunden heilen, können bestimmte Aktivitäten wie das Neigen des Kopfes oder das Anheben der Arme über die Schultern gefährlich sein. Fragen Sie Ihren Arzt danach, was Sie tun dürfen und was nicht. Bei ruckartigen Bewegungen besteht beispielsweise die Gefahr, dass sich die Elektrode in Ihrem Gehirn verschiebt. Ein Sturz kann das implantierte System beschädigen. Das würde einen weiteren Eingriff nötig machen.

Kontakt zum Arzt

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Arzt:

  • Sie haben Schmerzen an der Kopfhaut, im Nacken oder an der Implantationsstelle.
  • Sie bemerken Rötungen oder Schwellungen.
  • Die Symptome lassen nicht nach, obwohl der Neurostimulator eingeschaltet ist.
  • Sie haben während der Stimulation Schmerzen. Schalten Sie den Neurostimulator aus, bevor Sie Ihren Arzt kontaktieren.
  • Der Neurostimulator lässt sich nicht ein- oder ausschalten.
  • Die Symptome verändern sich plötzlich. Es treten Symptome auf, die sie bislang nicht kennen (das kann beispielsweise mit Sicherheitsschleusen an Flughäfen oder Warensicherungssystemen in Kaufhäusern zusammen hängen).
  • Sie haben das Patienten-Programmiergerät verloren.

Nützliche Tipps

  • Informieren Sie medizinisches Personal stets darüber, dass Sie ein implantiertes Activa-System tragen und wo dieses sitzt.
  • Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie unüblichen Symptome bemerken.
  • Halten Sie alle Termine für Nachsorgeuntersuchungen ein. Nur auf diese Weise ist sichergestellt, dass Sie eine optimale Versorgung erhalten.
  • Wenn der Neurostimulator ausgeschaltet wird, werden Ihre Symptome zurückkehren. Manche Symptome treten schnell wieder auf, bei anderen dauert es etwas länger.

Veränderungen in der Symptomlinderung

Im Laufe der Zeit kann sich sich das Ausmaß, wie stark die Symptome gelindert werden, verändern. Es können auftreten:

  • eine verminderte Symptomlinderung
  • eine ausbleibende Symptomlinderung
  • eine unwirksame Stimulation

In vielen Fällen kann eine solche Verschlechterung behoben werden, indem das System umprogrammiert wird. Muss eine Elektrode neu positioniert oder ersetzt bzw. das ganze System ausgetauscht oder entfernt werden, ist ein erneuter operativer Eingriff nötig.

Da sich die Erkrankung im Laufe der Zeit verändert, kann sich der Zustand während der Therapie verbessern, verschlechtern oder unverändert bleiben.

Quellenangaben

  1. Überblick über die klinische Erprobung der Activa-Therapie (2003).

 

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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