Eine klinische Studie hat gezeigt, dass die Tiefe Hirnstimulation Menschen mit Epilepsie zu deutlich mehr Lebensqualität verhelfen kann1. Fester Bestandteil der Therapie sind Nachsorgetermine: Bei diesen Terminen wird das System individuell auf Ihre Bedürfnisse eingestellt. Zur optimalen Anwendung der Therapie können auch Sie selbst beitragen. Auf dieser Seite finden Sie einige Hinweise.
Nach dem Eingriff erhalten Sie vom Arzt genaue Hinweise für Ihren Alltag. Dazu zählen Informationen über die Medikamente und den Zeitpunkt, an dem Sie die Aktivitäten Ihres Alltags wieder aufnehmen können. Bis zu Ihrer vollständigen Genesung von der Operation können mehrere Wochen vergehen. Während die Wunden heilen, haben Sie möglicherweise Schmerzen an der Kopfhaut und an der Implantationsstelle des Neurostimulators. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie ungewöhnliche Symptome bemerken. Halten Sie sich außerdem genau an seine Anweisungen, was die Einnahme von Medikamenten angeht.
Während die Wunden heilen, können bestimmte Aktivitäten wie Neigen des Kopfes oder Anheben der Arme bis über die Schultern gefährlich sein. Fragen Sie Ihren Arzt, welche Bewegungen unbedenklich sind. Bei ruckartigen Bewegungen kann sich die Elektrode in Ihrem Gehirn verschieben. Ein Sturz kann das implantierte System beschädigen. In diesen Fällen ist eine erneute Operation notwendig.
Die Tiefe Hirnstimulation gibt kontrollierte elektrische Impulse an einen bestimmten Bereich im Gehirn ab. Im Lauf der Zeit wird Ihr Arzt Ihr System so einstellen, dass bestmögliche Ergebnisse erreicht werden. Die individuellen Einstellungen des Neurostimulators (Stimulationsparameter, Therapieparameter) werden von Ihrem Arzt über eine drahtlose Funkverbindung zwischen Neurostimulator und dem Arzt-Programmiergerät vorgenommen.
Es kann mehrere Monate dauern, bis die Einstellungen optimal und die Parameterkombination gefunden ist, die Ihre Epilepsie am besten kontrolliert und die geringsten Nebenwirkungen hat.
Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.