Medtronic DBS Therapie

 – Nutzen und Risiken

Die Medtronic DBS Therapie bei Dystonien basiert auf einem implantierten medizinischen Gerät (ähnlich einem Herzschrittmacher), das elektrische Impulse an präzise festgelegte Bereiche im Gehirn abgibt.

Nutzen

Die DBS Therapie bei Dystonien kann zur Linderung Ihrer Symptome beitragen, sie stellt jedoch kein Heilmittel dar. Wenn Sie das System einschalten, gibt es eine Stimulation ab, die einen Teil oder die Gesamtheit Ihrer Symptome reduzieren kann. Wird das System ausgeschaltet, kehren Ihre Symptome zurück.

Die DBS Therapie ist:

  • Anpassbar – Die Stimulationsparameter können an Ihre speziellen Bedürfnisse angepasst werden.
  • Reversibel – Bei der DBS Therapie wird – anders als bei anderen chirurgischen Behandlungsformen – kein Teil des Gehirns zerstört oder entfernt. Das System kann, falls notwendig, wieder aus dem Körper entfernt werden.

Risiken

Die DBS Therapie geht mit gewissen Risiken (z. B. Risiken des operativen Eingriffs, Nebenwirkungen und gerätebedingte Komplikationen) einher. Die Implantation eines Neurostimulatorsystems ist mit denselben Risiken verbunden wie andere Gehirnoperationen auch.

Genauere Informationen zu diesen und anderen möglichen Risiken und Nebenwirkungen erhalten Sie von Ihrem Arzt. Viele der möglichen stimulationsbedingten Nebenwirkungen können durch Anpassung der Stimulationsparameter behoben werden. In der Regel sind mehrere Nachsorgetermine erforderlich, bis die Stimulationsparameter optimal eingestellt sind.

Mögliche Risiken des operativen Eingriffs:

  • Paralyse, Koma, Tod
  • Blutungen im Gehirn
  • Liquorverlust
  • Krampfanfälle
  • Infektion
  • Allergische Reaktion auf die implantierten Materialien
  • Vorübergehende oder dauerhafte neurologische Komplikationen
  • Verwirrung und Aufmerksamkeitsstörungen
  • Schmerzen an der Operationsstelle
  • Kopfschmerzen

Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen der Hirnstimulation:

  • Kribbelgefühl (Parästhesie)
  • Vorübergehende Verschlechterung der Symptome
  • Sprechstörungen wie Flüstern (Dysarthrie) und Wortbildungsstörungen (Dysphasie)
  • Sehstörungen (Diplopie)
  • Schwindel oder Benommenheit (Gleichgewichtsstörungen)
  • Muskelschwäche im Gesicht oder den Gliedmaßen, Teillähmungen (Paresen)
  • Anormale unwillkürliche Bewegungen (Chorea, Dystonie, Dyskinesie)
  • Bewegungs- und/oder Koordinationsstörungen
  • Stromschlagähnliche Stimulationsempfindungen
  • Taubheitsgefühle (Hypoästhesie)
  • Déjà-vu-Erlebnisse (durch operative Korrektur der Elektrodenplatzierung zu beheben)
  • Lästiger Husten bei aktivierter Stimulation

Gerätebedingte Komplikationen

Mögliche gerätebedingte Komplikationen:

  • Schmerzen, Wundheilungsstörungen und Infektionen an den Stellen, an denen die Komponenten des Hirnstimulationssystems implantiert wurden
  • Infektion oder Vernarbung aufgrund durch die Haut austretender Systemkomponenten
  • Zusätzlicher operativer Eingriff aufgrund von Verlagerungen der Elektrode oder der Verbindungsstelle zwischen Elektrode und Verlängerung oder aufgrund mechanischer oder elektrischer Probleme
  • Allergische oder Abstoßungsreaktionen
  • Gewebeschäden aufgrund falsch eingestellter Stimulationsparameter oder Fehlfunktionen von Systemkomponenten

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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