Leben mit einem Neurostimulator für die Medtronic DBS Therapie

Teil der DBS Therapie sind Nachsorgetermine, bei denen das System individuell auf Ihre Bedürfnisse eingestellt wird. Damit Sie umfassend von der Methode profitieren, braucht Ihr Arzt Ihre aktive Mitwirkung.

Die DBS Therapie im Alltag

Folgenden Richtlinien für die DBS Therapie bei Dystonien helfen Ihnen, maximalen Nutzen aus der Therapie zu ziehen.

Erholung zu Hause

Nach dem Eingriff erhalten Sie vom Arzt genaue Anweisungen zur häuslichen Pflege. Dazu zählen Informationen über die  Medikamente und den Zeitpunkt, an dem Sie Ihre Alltagsaktivitäten wieder aufnehmen können.

Genesung

Es kann mehrere Wochen dauern, bis Sie sich vollständig von der Operation erholt haben. Während die Wunden heilen, haben Sie möglicherweise Schmerzen an der Kopfhaut und an der Implantationsstelle des Neurostimulators. Sollten Sie ungewöhnliche Symptome bemerken, so wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Medikation

Richten Sie sich stets nach den Anweisungen Ihres Arztes.

Alltagsaktivitäten und körperliche Betätigung

Während die Wunden heilen, können bestimmte Aktivitäten wie das Neigen des Kopfes oder das Anheben der Arme über die Schultern gefährlich sein. Fragen Sie Ihren Arzt danach, was Sie tun dürfen und was nicht. Bei ruckartigen Bewegungen besteht beispielsweise die Gefahr, dass sich die Elektrode in Ihrem Gehirn verschiebt. Ein Sturz kann das implantierte Systems beschädigen. Das würde einen weiteren Eingriff nötig machen.

Umstände, unter denen Sie Ihren Arzt kontaktieren müssen

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Arzt:

  • Sie haben Schmerzen an der Kopfhaut, im Nacken oder an der Implantationsstelle.
  • Sie bemerken Rötungen oder Schwellungen.
  • Die Symptome lassen nicht nach, obwohl der Neurostimulator eingeschaltet ist.
  • Sie haben während der Stimulation Schmerzen. Schalten Sie den Neurostimulator aus, bevor Sie Ihren Arzt kontaktieren.
  • Der Neurostimulator lässt sich nicht ein- oder ausschalten.
  • Die Symptome verändern sich plötzlich. Es treten Symptome auf, die sie bislang nicht kennen (das kann beispielsweise mit Sicherheitsschleusen an Flughäfen oder Warensicherungssystemen in Kaufhäusern zusammen hängen).
  • Sie haben das Patienten-Programmiergerät verloren.

Nützliche Tipps

  • Informieren Sie medizinisches Personal stets darüber, dass Sie ein Activa-System tragen und wo dieses sitzt.
  • Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie unübliche Symptome bemerken.
  • Halten Sie alle Termine für Nachsorgeuntersuchungen ein. Nur auf diese Weise ist sichergestellt, dass Sie eine optimale Versorgung erhalten.
  • Wenn der Neurostimulator ausgeschaltet wird, werden Ihre Symptome zurückkehren. Manche Symptome treten schnell wieder auf, bei anderen dauert es etwas länger.

Symptomlinderung

Im Laufe der Zeit kann sich das Ausmaß, wie stark die Symptome gelindert werden, verändern. Es können auftreten:

  • eine verminderte Symptomlinderung
  • eine ausbleibende Symptomlinderung
  • eine unwirksame Stimulation

In vielen Fällen kann eine solche Verschlechterung behoben werden, indem das System umprogrammiert wird. Muss eine Elektrode neu positioniert oder ersetzt bzw. das ganze System ausgetauscht oder entfernt werden, ist ein erneuter operativer Eingriff nötig.

Da sich die Erkrankung im Laufe der Zeit verändert, kann sich der Zustand während der Therapie verbessern, verschlechtern oder unverändert bleiben.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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