Die Implantation des Activa®-Systems: Vorbereitung und Ablauf

Patienten, denen ein Medtronic Activa-System implantiert wird, empfinden den operativen Eingriff meist als anstrengend und strapaziös. Speziell die ersten Schritte des Eingriffs können als unangenehm empfunden werden. Die eigentliche Platzierung der Elektrode ist jedoch mit keinerlei Schmerzen verbunden (das Gehirn verfügt über keine Schmerzrezeptoren). Ihr Arzt kann Ihnen sämtliche Fragen zum operativen Eingriff beantworten.

Schematische Darstellung des implantierten Hirnstimulationssystems.

Detailliertere Darstellung – Schematische Darstellung des implantierten Hirnstimulationssystems.

Vor dem Eingriff

Am Abend vor dem operativen Eingriff wird man Sie möglicherweise anweisen, die Einnahme Ihrer Arzneimittel einzustellen. Auf diese Weise können die Auswirkungen der Activa-Therapie auf Ihre Symptome am Besten beurteilt werden.

Die Aufnahme in das Krankenhaus erfolgt am Vorabend oder am Morgen des Operationstags. Möglicherweise muss Ihr Kopf vor dem operativen Eingriff rasiert werden, um Infektionen zu verhindern.

Während des Eingriffs

Die Dauer des Eingriffs und sein genauer Ablauf können variieren. Üblicherweise nimmt der Eingriff vier bis acht Stunden in Anspruch.

Der typische Eingriff für die Implantation umfasst die folgenden Schritte:

  1. Ein Stereotaxierahmen aus Metall wird an Ihrem Kopf angebracht. Bei diesem Rahmen handelt es sich um ein spezielles Instrument, das es dem Operateur ermöglicht, den richtigen Pfad zu der zu stimulierenden Region in Ihrem Gehirn zu bestimmen. Möglicherweise werden auch neuere Technologien eingesetzt, bei denen auf das Anbringen eines Stereotaxierahmens verzichtet werden kann.
  2. Mittels Magnetresonanztomographie (MRT) und/oder Computertomographie (CT) werden Aufnahmen Ihres Gehirns angefertigt. Diese ermöglichen es dem Operateur, den Bereich in Ihrem Gehirn zu bestimmen, in dem die Elektrode platziert werden muss.
  3. Um mögliche Beschwerden auf ein Minimum zu reduzieren, werden Kopfhaut und Schädel betäubt. Anschließend wird für die Elektrode ein kleines Loch in Ihren Schädel gebohrt. Im weiteren Verlauf des operativen Eingriffs wird dieses Loch durch eine Bohrlochkappe abgedeckt werden.
  4. Der Operateur führt Teststimulationen in verschiedenen Bereichen Ihres Gehirns durch, um die beste Position für die Platzierung der Elektrode zu bestimmen. Dabei sind Sie leicht sediert (ruhiggestellt), aber wach. Auf diese Weise können Sie gemeinsam mit dem Operateur bestimmen, wann Ihre Symptome optimal gelindert sind.
  5. Wenn die Teststimulation zu einer Linderung Ihrer Symptome führt, werden Neurostimulator und Verlängerung implantiert. Danach wird erneut die Symptomlinderung kontrolliert. Anschließend wird die Elektrode durch eine in das Loch in Ihrem Schädel eingesetzte Bohrlochkappe fixiert.
  6. Wurde für den Eingriff ein Stereotaxierahmen verwendet, wird dieser nun abgenommen. Wenn Verlängerung und Neurostimulator nicht zeitgleich mit der Elektrode implantiert werden (manche Operateure ziehen ein zweizeitiges Vorgehen vor, bei dem die Implantation des Activa-Systems in zwei Schritten durchgeführt wird), dürfen Sie normalerweise nach 24 bis 48 Stunden das Krankenhaus verlassen. Die Dauer Ihres Krankenhausaufenthalts liegt im Ermessen Ihres Arztes.
  7. Für die Implantation der Verlängerung und des Neurostimulators werden Sie sediert (ruhig gestellt) und schlafen. Normalerweise können Sie das Krankenhaus nach 24 bis 48 Stunden verlassen. Die Dauer Ihres Krankenhausaufenthalts liegt im Ermessen Ihres Arztes.

Nach dem Eingriff

Nachdem sich Ihr Körper von der Operation erholt hat, programmiert Ihr Arzt den Neurostimulator, der nun die zur Linderung Ihrer Symptome führenden elektrischen Impulse abgibt. Diese Programmierung erfolgt mittels Funk, d. h. von außerhalb des Körpers, und kann einige Stunden in Anspruch nehmen.

Möglicherweise sind mehrere Nachsorgetermine erforderlich, bis die Stimulationsparameter optimal an Ihre Bedürfnisse angepasst sind. Mit Fortschreiten der Erkrankung können weitere Anpassungen der Stimulationsparameter erforderlich werden.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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