Die Insulinpumpe im Urlaub

Im Urlaub oder auf Reisen haben Sie die Möglichkeit, die Pumpe abzulegen und auf die Spritzentherapie umzustellen oder die Pumpentherapie beizubehalten. Dies hängt natürlich von Ihrem Urlaubsziel ab. Bei einem Strandurlaub legen Pumpenverwender häufig die Pumpe tagsüber ab und spritzen Insulin. Zur Nacht wird dann die Pumpe wieder angelegt, um die Basalversorgung über die Nacht zu gewährleisten.

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Natürlich können Sie auch die Pumpe am Strand tragen und koppeln das Infusionsset beim Baden ganz einfach ab. Wichtig ist dann natürlich, die Pumpe mit Insulin nicht zu lange direkter Sonnenbestrahlung auszusetzen. Insulin kann durch zu hohe (aber auch zu niedrige Temperaturen!) an Wirkung verlieren oder komplett unwirksam werden. Diese Tatsache ist Ihnen sicherlich von der Spritzentherapie bekannt.

Eine Zeitverschiebung bei Fernreisen kann mit der Insulinpumpe besser bewerkstelligt werden als bei der Spritzentherapie. Durch die Programmierung von unterschiedlichen Basalratenprofilen und der einfachen und schnellen Möglichkeit einer Basalratenänderung können Sie dem geänderten Basalbedarf häufig besser gerecht werden. Bei der Spritzentherapie ist dies oft eine Herausforderung, da der Tag – je nachdem in welche Richtung Sie reisen – länger oder kürzer wird. Hinweise, wie Sie Ihre Basalrate bei einer Zeitverschiebung verändern, gibt Ihnen selbstverständlich jederzeit Ihr behandelnder Arzt.

Medtronic stellt außerdem das Programm ReiseExpert zur Verfügung. Hier können Sie unter Berücksichtigung der Zeitverschiebung eine Berechnung zur Anpassung der Basalrate vornehmen und hilfreiche Dokumente herunterladen. 

Wichtig: Durch die geänderten Lebensumstände im Urlaub, wie zum Beispiel Klimawechsel, andere Zubereitungsarten von Mahlzeiten und unterschiedlicher Aktivität im Gegensatz zum Alltag, kommt es häufig zu Blutzuckerschwankungen. Sie sollten Ihren Blutzucker also eventuell häufiger messen. Dies gilt auch während der Anreise in den Urlaub – sei es im Auto oder im Flugzeug.

Viele Pumpeninteressierte fragen häufig, ob die elektronischen Kontrollen am Flughafen die Pumpenfunktion stört. Dies lässt sich mit einem klaren NEIN beantworten. Da es aber Länder gibt, in denen die Pumpentherapie noch nicht so bekannt ist, sollten Sie eine Bescheinigung Ihres Arztes in Englisch oder der jeweiligen Landessprache mit sich führen. Dort kann Ihr Arzt dann auch das benötigte und mitgeführte Zubehör auflisten (wie z. B. BZ-Messstreifen, Lanzetten, Einmalspritzen etc.).

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 03-02-2012

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