Diabetes

Diabetes mellitus ist eine Störung des Zuckerhaushaltes. Daher wird diese Erkrankung umgangssprachlich als Zuckerkrankheit bezeichnet. Diabetes mellitus tritt in jedem Alter, bei Frauen und Männern gleichermaßen auf.

Schon das Erkennen des Diabetes mellitus ist schwierig. Viele Erkrankte kommen gar nicht auf die Idee, sie könnten zuckerkrank sein. Bei vielen Beschwerden des Diabetes werden häufig andere Ursachen vermutet.

Ein gesunder Zuckerhaushalt funktioniert folgendermaßen: Den Zucker (Glukose) gewinnt der Körper aus der Nahrung (z.B. aus Kohlenhydraten in Brot, Kartoffeln, Obst usw.). Die Glukose wird über die Blutbahn zu allen Körperzellen transportiert, welche ihn aufnehmen und zur Energiegewinnung nutzen.

Im gesunden Körper ist das Wechselspiel zwischen Zuckerwerten im Blut und Zuckeraufnahme in die Zellen ausgewogen. Die Zuckerkonzentration im Blut wird durch spezielle Fühler zu jedem Zeitpunkt gemessen und über das Gehirn gesteuert.

Ist der Zuckerspiegel hoch (z.B. nach einer Mahlzeit), ergeht der Befehl an die Bauchspeicheldrüse (= Pankreas), ein spezielles Hormon mit Namen Insulin zu produzieren. Insulin wird daraufhin freigesetzt und übermittelt als Bote den Körperzellen, dass sie Zucker aus dem Blut aufnehmen sollen. Die Zellen ihrerseits verstehen die Sprache des Insulins über bestimmte Antennen, die Insulin-Rezeptoren genannt werden.

Durch die Aufnahme von Zucker in die Zellen sinkt der Zuckerwert im Blut. Das Gehirn registriert die Veränderung und gibt den Befehl an die Bauchspeicheldrüse, die Produktion von Insulin wieder einzustellen. Beim Diabetes ist dieser fein aufeinander abgestimmte Regelmechanismus gestört. Dafür gibt es hauptsächlich zwei Ursachen, und daher wird Diabetes auch in zwei verschiedene Typen (Typ 1 und Typ 2 unterteilt.

Diabetes mellitus Typ 1: Insulin-Mangel

Beim Typ 1 Diabetes ist die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage, genügend Insulin zu produzieren. Aus bisher unbekannten Gründen greift das körpereigene Abwehrsystem die Insulin-produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse an und zerstört sie (Autoimmunerkrankung).

Besonders betroffen sind überwiegend jüngere Menschen. Zum Ausbruch der Krankheit kommt es häufig vor dem 40. Lebensjahr, meist sogar vor dem 30. Lebensjahr. Diabetes Typ I ist die häufigste von allen hormonell bedingten Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter, und die Zahl der betroffenen Kinder nimmt stetig zu. Der Grund hierfür ist derzeit allerdings ebenso ungeklärt wie die genauen Ursachen der Krankheitsentstehung.

Diabetes mellitus Typ 2: Insulin-Resistenz

Beim Typ 2 Diabetes ist die Sprachverständigung zwischen den Körperzellen und dem Insulin gestört. Die Bauchspeicheldrüse produziert eigentlich genügend Insulin, aber die Aufnahme von Zucker aus dem Blut in die Körperzellen ist gestört (Insulin-Resistenz). Der Blutzuckerspiegel ist damit ständig überhöht, was auf lange Sicht zu vielfachen Schädigungen an den unterschiedlichsten Organen und Geweben führt.

Dieser Diabetes Typ ist der weitaus häufigere (90%) und tritt überwiegend im mittleren und späteren Lebensalter (ab dem 40. Lebensjahr) auf. In den meisten Fällen (80%) ist Typ 2 Diabetes mit Übergewicht verbunden.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 11-07-2016

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