Was sind Medikamentenpumpen?

Medikamentenpumpen (so genannte "intrathekale Arzneimittelinfusionssysteme") geben Schmerzmittel in den das Rückenmark umgebenden flüssigkeitsgefüllten Raum ab (den so genannten Liquorraum). Da das Schmerzmittel direkt zu den Schmerzrezeptoren nahe dem Rückenmark gelangt (anstatt erst im ganzen Körper verteilt zu werden), ermöglicht eine Medikamentenpumpe eine gute Schmerzlinderung mit einem Bruchteil der oralen Medikamentendosis.1-5

SynchroMed II Arzneimittelpumpe

Synchromed II Arzneimittelpumpe

 

Das Arzneimittel-
infusionssystem

Das System besteht aus einer Pumpe und einem Katheter, die beide in einer Operation unter der Haut platziert werden. Die Pumpe ist ein Gerät in Form einer flachen Dose, das Schmerzmittel speichert und abgibt. Sie wird meist in den Bauch eingesetzt. Der Katheter (ein dünner, biegsamer Schlauch) wird mit Hilfe einer Kanüle in den Liquorraum vorgeschoben und mit der Pumpe verbunden.

Während der Operation füllt der Arzt die Pumpe über eine Kanüle mit Schmerzmittel. Die Pumpe gibt das Schmerzmittel über den Katheter an den Bereich der Wirbelsäule ab, in dem sich die Schmerzrezeptoren befinden. Sie müssen zu Ihrem Arzt gehen, um die Pumpe mit Schmerzmittel aufzufüllen.

Funktionsweise

Das Rückenmark ist eine Art Autobahn für Schmerzsignale, die zum Gehirn laufen. Indem die Pumpe Schmerzmittel direkt an die Rezeptoren am Rückenmark abgibt, werden die Schmerzsignale unterbrochen, bevor sie das Gehirn erreichen.

Unsere Produkte

Medtronic bietet das SynchroMed® Infusionssystem an, das aus folgenden Geräten besteht:

  • Programmierbare Pumpe inklusive Katheter – Beim SynchroMed® System können Gaben mit Hilfe eines externen Programmiergeräts geplant und geändert werden
  • Arzt-Programmiergerät – Computer in der Arztpraxis, mit dem der Arzt die Abgabe von Arzneimittel genau an Ihren Bedarf anpassen kann
  • Patienten-Programmiergerät – Handgerät, mit dem Sie eine vom Arzt verordnete, zusätzliche Medikamentendosis zuführen können

Quellenangaben

  1. Onofrio BM, Yaksh TL. Long-Term Pain Relief Produced by Intrathecal Infusion in 53 Patients. J Neurosurg 1990; 72: 200-209.
  2. Winkelmuller M, Winkelmuller W. Long-Term Effects of Continuous Intrathecal Opioid Treatment in Chronic Pain of Nonmalignant Etiology. J Neurosurg 1996; 85: 458-467.
  3. Paice JA, Penn RD, Shott S. Intraspinal Morphine for Chronic Pain: A Retrospective, Multicenter Study. J Pain Symptom Manage 1996; 11(2): 71-80.
  4. Lamer TJ. Treatment of Cancer-Related Pain: When Orally Administered Medications Fail. Mayo Clin Proc 1994; 69:473-480.
  5. Portenoy RK. Management of Common Opioid Side Effects During Long-Term Therapy of Cancer Pain. Ann Acad Med 1994; 23:160-170.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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