Medikamentenpumpen – Nutzen und Risiken
Studien haben gezeigt, dass Medikamentenpumpen (intrathekale Arzneimittelinfusionssysteme) bei Menschen mit starken chronischen Schmerzen eine bessere Schmerzlinderung und höhere Lebensqualität bewirken können.1-5 Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Nutzen, Risiken und Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Einsatz einer Medikamentenpumpe gegen chronische Schmerzen.
Nutzen
Menschen, bei denen Medikamentenpumpen erfolgreich sind,
- haben meist erheblich weniger Schmerzen1-5
- benötigen meist erheblich geringere Dosen als bei der oralen Medikamenteneinnahme1-5
- haben meist weniger Nebenwirkungen als Menschen, die Medikamente oral (also als Tablette) einnehmen1-5
- fallen Alltagstätigkeiten meist leichter1-5
Weitere Merkmale dieser Behandlung:
- Die Dosierung kann an Ihre Bedürfnisse angepasst werden.
- Sie ist reversibel – Ihr Arzt kann das System entfernen.
- Sie können die Therapie kurzzeitig ausprobieren, bevor Sie ein dauerhaftes Implantat erhalten.
Risiken
Wie bei jeder Behandlung können Komplikationen und Nebenwirkungen auftreten.
Mögliche Risiken sind u.a.:
- Operationskomplikationen (z.B. Infektion)
- Nebenwirkungen des Arzneimittels (Symptome einer Über- oder Unterdosierung)
- Blut- oder Flüssigkeitsansammlung an der Implantationsstelle der Pumpe
- Liquorleck, das zu Kopfschmerzen oder anderen Problemen führen kann, sowie Verletzungen des Rückenmarks
- Verrutschen oder Blockieren des Katheters
- Ausfall der Pumpe
- Bildung von Bindegewebe an der Katheterspitze
Diese Komplikationen würden zu einer geringeren bzw. keiner Schmerzlinderung führen und könnten eine Operation erfordern, um das Problem zu beheben.
Quellenangaben
- Onofrio BM, Yaksh TL. Long-Term Pain Relief Produced by Intrathecal Infusion in 53 Patients. J Neurosurg 1990; 72: 200-209.
- Winkelmuller M, Winkelmuller W. Long-Term Effects of Continuous Intrathecal Opioid Treatment in Chronic Pain of Nonmalignant Etiology. J Neurosurg 1996; 85: 458-467.
- Paice JA, Penn RD, Shott S. Intraspinal Morphine for Chronic Pain: A Retrospective, Multicenter Study. J Pain Symptom Manage 1996; 11(2): 71-80.
- Lamer TJ. Treatment of Cancer-Related Pain: When Orally Administered Medications Fail. Mayo Clin Proc 1994; 69:473-480.
- Portenoy RK. Management of Common Opioid Side Effects During Long-Term Therapy of Cancer Pain. Ann Acad Med 1994; 23:160-170.
Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.
Letzte Aktualisierung: 18 May 2011