Ein abdominelles Aortenaneurysma kann die Aorta schwächen. Die Aorta ist die Hauptschlagader Ihres Körpers. Ein Aneurysma kann sich zu einer sehr schwerwiegenden Krankheit entwickeln, die zum Tode führt, wenn das Aneurysma reißt und starke innere Blutungen auslöst.
Detailliertere Darstellung – Ihre Aorta führt von Ihrem Herzen durch Brustkorb und Bauch.
Die Platzierung eines endovaskulären Stentgrafts, auch endovaskuläre Aneurysmareparatur oder kurz EVAR genannt, ist eine moderne Methode zur Behandlung von abdominellen Aortenaneurysmen, die weniger invasiv ist als eine offene Operation. Durch die Platzierung eines endovaskulären Stentgrafts wird die Wand der Aorta gestärkt und verhindert, dass der beschädigte Bereich reißt.
Das Wort „endovaskulär“ bezeichnet das Innere eines Blutgefäßes wie der Aorta. Bei der Platzierung eines endovaskulären Stentgrafts wird ein ummanteltes Metallgerüst in Ihrer abdominellen Aorta platziert, damit das Aneurysma nicht reißt.
Der Stentgraft wird mit einem langen, sehr dünnen, flexiblen Kunststoffschlauch, dem sogenannten Einführkatheter, in Ihrem Aortenaneurysma platziert. Der zusammengefaltete Stentgraft ist im Einführkatheter angebracht.
Bei der Platzierung des endovaskulären Stentgrafts in einem Aortenaneurysma geschieht Folgendes:
Sowohl die Platzierung eines endovaskulären Stentgrafts als auch die offene Operation werden durchgeführt, um das Aufreißen des abdominalen Aneurysmas zu verhindern. Der Unterschied ist, dass der endovaskuläre Stentgraft im Aneurysma platziert wird, ohne dass Teile Ihrer Aorta entfernt werden müssen. Außerdem ist keine Operation am offenen Bauch notwendig.
Weil dies ein weniger invasiver Eingriff ist als die offene Operation, ist die Erholungsphase nach der Platzierung eines endovaskulären Stentgrafts üblicherweise kürzer. Meistens können die Patienten innerhalb einer Woche nach Hause zurückkehren und nach 4 bis 6 Wochen wieder ihren üblichen Aktivitäten nachgehen.
Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.