Leben mit einem Neurostimulator

Wenn die Wundheilung abgeschlossen ist, entwickelt Ihr Arzt gemeinsam mit Ihnen ein Programm, um Ihre Angina pectoris Beschwerden zu behandeln. Zu diesem Programm können neben der Neurostimulation weitere Therapien gehören. Ziel ist, Ihnen Ihren Alltag wieder leichter zu machen.

Neurostimulatoren im Alltag

Nach der Heilungszeit (etwa sechs bis acht Wochen) wird die Neurostimulation zur Routine. Sie werden lernen, wie Sie den Neurostimulator einsetzen und bedienen können. Die Neurostimulation kann dazu beitragen, Ihre Angina pectoris Beschwerden und die Häufigkeit der Anfälle zu lindern, so dass Sie Ihre täglichen Aktivitäten wieder aufnehmen können1-8. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Tätigkeiten durch die Neurostimulation erleichtert werden und wie stark Sie sich wieder belasten können.

Der Neurostimulator

  • erzeugt keine Geräusche.
  • ist normalerweise nicht durch die Kleidung zu erkennen.
  • ist eventuell als kleine Vorwölbung unter der Haut zu spüren.
  • lässt sich mit Hilfe von Hand-Programmiergeräten (ähneln einem Handy oder einem Piepser) einstellen.

Arztbesuche

Normalerweise wird der Neurostimulator alle sechs Monate überprüft. Am Anfang werden die Einstellungen möglicherweise auch häufiger angepasst. Vielleicht möchte Ihr Arzt sie auch seltener oder häufiger sehen. Dies hängt von Ihrer individuellen Situation und der Therapie ab.

Verständigen Sie Ihren Arzt sofort, wenn

  • zusätzliche oder ungewöhnliche Schmerzen auftreten.
  • Sie ungewöhnliche Veränderungen bei der Stimulation feststellen.
  • wenn Sie nichts spüren, obwohl das Neurostimulationssystem eingeschaltet ist.
  • Sie die Intensität der Stimulation häufiger erhöhen als üblich.

Realistische Erwartungen an die Neurostimulation

Bei jeder Therapie, also auch bei der Neurostimulation, sind realistische Erwartungen wichtig, um mit dem Ergebnis zufrieden zu sein. Denken Sie daran, dass der Neurostimulator die Ursache der Angina pectoris nicht beseitigt und die Grunderkrankung nicht heilt. Der Neurostimulator trägt dazu bei, Ihre Schmerzen zu lindern und die Häufigkeit der Angina pectoris Anfälle zu reduzieren.

Die Entfernung des Neurostimulators

Wenn Sie den Neurostimulator nicht mehr benötigen oder Ihre Meinung zur Therapie ändern, kann Ihr Arzt den Neurostimulator ausschalten oder entfernen.

Quellenangaben

  1. Ekre O. et al: Long-term effects of spinal cord stimulation and coronary artery bypass grafting on quality of life and survival in the ESBY study. European Heart Journal (2002) 23, 1938-1945.
  2. Soeffker G. et al: Therapierefraktäre Angina pectoris im Endstadium der koronaren Herzkrankheit. Neuromodulation als Chance? Internist 2001, 42:571-579
  3. Eddicks S. et al: Thoracic spinal cord stimulation improves functional status and relieves symptoms in patients with refractory angina pectoris: the first placebo-controlled randomised study. Heart 2007;93;585-590
  4. Yu W et al: Spinal cord stimulation for refractory angina pectoris: a retrospective analysis of efficacy and cost-benefit. Coronary Artery Disease 2004, 15:31-37.
  5. Di Pede F et al: Immediate and Long-Term Clinical Outcome After Spinal Cord Stimulation for Refractory Stable Angina Pectoris. Am J Cardiol 2003;91:951-955
  6. Mannheimer C et al: Electrical Stimulation Versus Coronary Artery Bypass Surgery in Severe Angina Pectoris: The ESBY Study. Circulation 1998;97;1157-1163
  7. TenVaarwerk IAM et al: Clinical outcome of patients treated with spinal cord stimulation for therapeutically refractory angina pectoris. Heart 1999;82;82-88
  8. Lapenna E et al. Spinal Cord Stimulation for Patients With Refractory Angina and Previous Coronary Surgery. Ann Thorac Surg 2006;82:1704-8

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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