Schmerz bei Angina pectoris

Angina pectoris (Herzenge) ist ein typisches Symptom der koronaren Herzkrankheit1. Zwar warnt ein Angina pectoris Anfall vor einer Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff, häufige Anfälle von Angina pectoris reduzieren jedoch die Lebensqualität und Aktivität der Patienten deutlich1. Jährlich werden in Deutschland über 300.000 stationäre Krankenhausaufenthalte aufgrund von Beschwerden wegen Angina pectoris notwendig7. Zur Schmerzlinderung kann unter Umständen ein Neurostimulator eingesetzt werden2. Diese Gerät kann auch die Häufigkeit der Angina pectoris Anfälle verringern, wenn die Neurostimulation regelmäßig angewendet wird.3

Was ist Angina pectoris?

Der Begriff Angina pectoris, umgangssprachlich auch Herzenge genannt, beschreibt Schmerzen oder Beklemmung im Bereich der Brust. Die Ursache: Der Herzmuskel ist mit Sauerstoff unterversorgt. Bemerkbar macht sich diese Unterversorgung meist als Anfall, der mehrere Minuten dauert. Angina pectoris Anfälle werden zum Beispiel bei erhöhter körperlicher Aktivität ausgelöst, durch die der Sauerstoffbedarf des Herzmuskels steigt.

  • Stabile Angina pectoris: Ein Anfall tritt nur bei erhöhter körperlicher Belastung auf, Intensität und Häufigkeit verändern sich nicht.
  • Instabile Angina pectoris: Symptome und Beschwerden der Angina pectoris treten zum ersten Mal auf oder Intensität und Häufigkeit verändern sich. Das Risiko für einen Herzinfarkt ist in diesem Fall erhöht.
  • Prinzmetall Angina pectoris: Bei dieser speziellen Form der Angina pectoris verkrampfen die Blutgefäße. Dadurch reduziert sich der Blutfluss. Die Anfälle treten unabhängig von einer körperlichen Belastung auf.

Wodurch entsteht eine Angina pectoris?

Die häufigste Ursache für eine Angina pectoris ist die Koronare Herzkrankheit4,1, die durch eine Arteriosklerose der Koronararterien (Herzkranzgefäße) verursacht wird. Die Koronararterien können das Herz im Fall einer Arteriosklerose nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Seltener wird die Angina pectoris durch Krampfanfälle der Koronararterien ausgelöst5.

Symptome der Angina pectoris

Intensität und Art der Symptome einer Angina pectoris sind von Patient zu Patient unterschiedlich. In der Regel treten die Symptome auf, wenn Sie sich körperlich belasten. Bei besonders schweren Erkrankungen sind auch im Ruhezustand Symptome möglich.

Typische Symptome bei einem Angina pectoris Anfall:

  • dumpfe, krampfartige, drückende oder bohrende Schmerzen in der Brust
  • Die Schmerzen strahlen in Arme, Rücken, Nacken, Kiefer, Hals oder Oberbauch aus.
  • Engegefühl in der Brust
  • Atembeschwerden bis hin zur Atemnot
  • Übelkeit
  • Schweregefühl oder Taubheit in den Gliedmaßen
  • Angst

Frauen beschreiben bei Angina pectoris oft Symptome wie Kurzatmigkeit, Müdigkeit und Magenbeschwerden6.

Wodurch wird eine Angina pectoris ausgelöst?

Ein Angina pectoris Anfall kann verschiedene Auslöser haben. Die häufigsten sind Aufregung, körperliche Anstrengung, Kälte und übermäßiges Essen.

Die Diagnose einer Angina pectoris

Um die Ursache für die Angina pectoris zu ermitteln, fragt Ihr Arzt Sie nach Ihrer Krankengeschichte, nach den Risikofaktoren sowie nach Art, Häufigkeit und Dauer der Beschwerden. Danach werden für eine endgültige Diagnose der Angina pectoris Tests und Untersuchungen durchgeführt.

Zu den üblichen Untersuchungen zur Diagnose einer Angina pectoris gehören:

  • EKG (Elektrokardiogramm) im Ruhezustand und bei Belastung
  • Echokardiogramm (kurz Echo genannt)
  • Szintigramm und Belastungs-Szintigramm
  • Computertomographie (CT) des Herzens
  • Magnetresonanzangiographie (MRA)
  • Koronarangiographie
  • Blutuntersuchungen
  • körperliche Untersuchungen

Quellenangaben:

  1. Cohen MG et al: Therapeutic Goals in Patients with Refractory Chronic Angina. Rev Esp Cardiol 2010; 63 (5): 571-82.
  2. AWMF S3 Leitlinie: Epidurale Rückenmarkstimulation zur Therapie chronischer Schmerzen. Stand 4/2010.Link zur online-Version.
  3. Eddicks S et al: Thoracic spinal cord stimulation improves functional status and relieves symptoms in patients with refractory Angina pectoris: the first placebo-controlled randomised study. Heart 2007; 93: 585-590.
  4. Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 259. Auflage. De Gruyter 2002, 75-76.
  5. Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 259. Auflage. De Gruyter 2002, 1354.
  6. Dietel A, Gaede K.: Angina-pectoris-symptome: Brustschmerz, Atemnot, Angst, Bauchschmerzen. Quelle: Vitanet.de. (Seite aufgrufen am 20.09.2010).
  7. Statistisches Bundesamt Deutschland, Pressemitteilung Nr. 095 vom 06.03.2008.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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