Schmerz bei Angina pectoris - Nutzen und Risiken der Neurostimulation

Die Neurostimulation kann die Schmerzen, die Häufigkeit der Angina pectoris Anfälle und ihre Intensität lindern. So erhalten Sie Lebensqualität zurück. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Nutzen und Risiken beim Einsatz eines Neurostimulators für die Therapie der Angina pectoris.

Nutzen

Übliche Merkmale einer erfolgreichen Neurostimulation:

  • Ihre Schmerzen werden während der Angina pectoris Anfälle gelindert.1,2
  • Sie spüren in dem Bereich, in dem Sie während der Angina pectoris Anfälle Schmerzen haben, ein leichtes Kribbelgefühl.3
  • Sie brauchen weniger Nitratpräparate.3,4,5,6,7
  • Angina pectoris Anfälle treten seltener auf.3,4,5,6,7
  • Krankenhausaufenthalte wegen Angina pectoris werden seltener.4,5,6
  • Lebensqualität und Aktivität steigen.1,3,4
  • Der Schweregrad der Angina pectoris wird verbessert.3,4,5,6,8

Die Neurostimulation lindert nur die Angina pectoris Anfälle. Wenn es bei Ihnen zu einem Herzinfarkt kommt, werden sie ihn weiterhin als solchen wahrnehmen. Der Herzinfarkt wird nicht von der Neurostimulation überdeckt8,9,10.

Weitere Merkmale der Neurostimulation:

  • Die Neurostimulation verursacht keine dauerhaften Veränderungen des Rückenmarks oder der Nerven.
  • Die Neurostimulation ermöglicht verschiedene Stärken der Stimulation für verschiedene Aktivitäten und Tageszeiten.
  • Die Neurostimulation ist reversibel: Ihr Arzt kann das Gerät abschalten und entfernen.
  • Teststimulation: Sie können die Therapie für kurze Zeit ausprobieren, bevor Ihnen der Neurostimulator dauerhaft eingesetzt wird.

Risiken

Ziel der Neurostimulation ist es, Ihre Schmerzen mit möglichst wenigen Nebenwirkungen zu lindern. Wie mit jeder Behandlung sind allerdings auch mit der Neurostimulation Risiken verbunden.

Häufige Nebenwirkungen

  • Die Stimulation ist durch Verrutschen der Elektrode oder aus anderen Gründen nicht möglich: Die Wirksamkeit geht verloren.
  • Die Stimulation setzt vorübergehend aus.
  • Die Stimulation erfolgt an der falschen Stelle, weil die Elektrode verrutscht ist.
  • Die Stimulation ist unangenehm oder schmerzhaft.
  • Es treten Probleme mit dem Programmiergerät oder der Datenübertragung vom Neurostimulator zum Programmiergerät auf.

Schwerwiegende Komplikationen sind seltener, jedoch nicht ausgeschlossen:

  • Die Neurostimulation erfordert eine Operation, bei der wie bei jeder Operation ein Infektionsrisiko besteht.
  • An der Implantationsstelle des Neurostimulators können sich Blut (Hämatom) oder Flüssigkeit (Serom) sammeln.
  • In seltenen Fällen kann das Rückenmark verletzt werden, weil die Elektrode falsch platziert wurde.
  • Gerätebedingte Komplikationen können eine weitere Operation notwendig machen, um Teile des Systems neu zu platzieren, zu reparieren oder auszutauschen.

Quellenangaben

  1. Ekre O. et al. Long-term effects of spinal cord stimulation and coronary artery bypass grafting on quality of life and survival in the ESBY study. European Heart Journal (2002) 23, 1938-1945.
  2. Soeffker G. et al. Therapierefraktäre Angina pectoris im Endstadium der koronaren Herzkrankheit. Neuromodulation als Chance? Internist 2001, 42:571-579.
  3. Eddicks S. et al. Thoracic spinal cord stimulation improves functional status and relieves symptoms in patients with refractory angina pectoris: the first placebo-controlled randomised study. Heart 2007;93;585-590.
  4. Yu W et al. Spinal cord stimulation for refractory angina pectoris: a retrospective analysis of efficacy and cost-benefit. Coronary Artery Disease 2004, 15:31-37.
  5. Di Pede F et al. Immediate and Long-Term Clinical Outcome After Spinal Cord Stimulation for Refractory Stable Angina Pectoris. Am J Cardiol 2003;91:951-955.
  6. Lapenna E et al. Spinal Cord Stimulation for Patients With Refractory Angina and Previous Coronary Surgery. Ann Thorac Surg 2006;82:1704-8.
  7. Mannheimer C et al. Electrical Stimulation Versus Coronary Artery Bypass Surgery in Severe Angina Pectoris: The ESBY Study. Circulation 1998;97;1157-1163.
  8. TenVaarwerk IAM et al. Clinical outcome of patients treated with spinal cord stimulation for therapeutically refractory angina pectoris. Heart 1999;82;82-88
  9. Andersen C et al. Does pain relief with spinal cord stimulation for angina conceal myocardial infarction? Br Heart J 1994;71:419-421.
  10. Murray S et al. Spinal Cord Stimulation significantly decreases the need for acute hospital admission for chest pain in patients with refractory angina pectoris. Heart 1999; 82:89-92.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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